Finde das Ende der Zukunft

Letztlich ist spirituelle Suche eine Suche nach einem Ende. Egal wie man es dreht und wendet…. geht es um ein Ende des Leids, oder ein Ende der Sorgen, oder ein Ende des Mangels… ein Ende des „Karma-Rads“ …. ein Ende der Unwissenheit …. und ganz letztlich und wirklich ist das ja dann eher ein Ende des Wissens und damit auch ein Ende des Suchers selbst.

Und natürlich ein Ende des Suchens.

Es ist also eine Katze, die sich in den Schwanz beisst:

Die Suche ist die Suche nach dem Ende des Suchens.

Vordergründig schaut man also bissl in die falsche Richtung. Man schaut aufs „finden“, auf „etwas“, das gefunden werden soll. Man hofft auf „das Ende der Unwissenheit“, statt aufs „Ende des Wissens“. Obwohl schon Sokrates genau davon sprach. Vom Nichtwissen.

Leute wollen ewige Glückseeligkeit…. aber sie wollen sie erfahren. Als Ich. Als Ego. Als abgetrenntes Wesen. Im Schlimmsten Fall ist es sogar der Verstand, der das alles erfahren möchte. Sich eigen machen möchte.

Sie suchen nicht die Verlöschung, sondern die Selbst-Überhöhung. Überhöhung entsteht, indem man sich als „Ausnahme“ sieht, als „Ausnahme im Vergleich zu den anderen“. Letztlich ist spirituelle Suche etwas zutiefst egoistisches. „Ich will ankommen“. „Die andern sind mir eigentlich wurscht“.

Das ist nichtmal was schlechtes. Denn es ist unsere Natur. Dieser Egoismus ist „eingebaut“. Er ist wie die Suche der Pflanze nach Licht. Und ihr ist egal, wie es den Pflanzen neben ihr geht. Sie will als erste „oben“ sein…. – das gebiert allein schon der Überlebenswille.

Dennoch ist es für spirituelle Suche… nuja, nicht kontraproduktiv. Sondern letztlich ein Dilemma. Da genau der, der da „nach oben kommen will“, niemals dort ankommen wird. Da es ihn einfach nicht gibt!

Was will also gefunden werden? Das Ende der Hoffnung!

Suche das Ende der Hoffnung!
Suche das Ende der Zukunft!

Das ist viel einfacher als nur „das Jetzt“ zu finden. Denn das wirst du niemals finden. Weil es schon da ist, weil es nur „das Jetzt“ gibt. Weil auch deine Suche einfach nur „im Jetzt“ stattfindet. Im ewigen unveränderlichen Jetzt, in dem alles erscheint. Wie willst du es finden, wenn du es selbst bist.

Also ist es einfacher, das zu beenden, was dem, was schon da ist, scheinbar im Wege steht. Z.b. die Zukunft. Die unerreichbare Zukunft, die es im Jetzt niemals gibt. Die Hoffnung. Die Idee. Die Vorstellung. EINFACH STOPPEN !

Finde das Ende der Zukunft

Meine Botschaft für Heute :-)

Und es ist ein riesiger Unterschied, ob ich schreibe „Suche das Ende der Zukunft“, oder ob ich schreibe „Finde das Ende der Zukunft“.

Es ist ein Mantra. Es ist ein Koan für den Verstand.

Finde das Ende der Zukunft. JETZT !

 

Plastikmüll

Zitat: „Bis 2050 wird einer Studie zufolge mehr Plastikmüll in den Weltmeeren schwimmen als Fische. Schon jetzt gelangen laut den Angaben jedes Jahr mindestens acht Millionen Tonnen Plastik in die Meere. Das entspricht einer Lkw-Ladung Plastikmüll pro Minute.“

( Aus: http://sciencev2.orf.at/stories/1766450/ )

Da frag ich mich allerdings: Welche Idioten machen das eigentlich, dass sie ihren Plastikmüll in die Meere kippen? Habt ihr das jemals gemacht? Plastikflaschen beim Klo runter? In den Fluss geworfen? Kinderspielzeug? Plastikverpackungen? In nen Fluss oder am Strand ins Meer?

Wer macht sowas ??

Eine LKW-Ladung Plastikmüll pro Minute ?? Wo passiert das ? Und warum wird das nicht aufgezeigt und schon längst was dagegen getan? Ich mein… ist doch die totale Idiotie ?? Kein normaler Mensch macht sowas. Die werfen es auf den Müll! Also muss es wohl irgendein Staat sein oder mehrere, die den Müll dann einfach massenweise ins Meer kippen. Hab aber noch nirgendwo davon gehört oder gelesen.

Weiss da jemand mehr ??

(Sogar in Indien, wo sie echt kein Umweltbewusstsein haben, werden Plastikflaschen hinterm Haus verbrannt (nicht gut für die Luft aber sch…egal für das Meer); und den Rest fressen die Kühe auf der Strasse; also was Haushaltsmüll betrifft; ergo…versteh’s nicht wo all das Zeugs herkommt. Internationale Müllmafia oder was?)

Pfh!

Edit: Edit: „Laut einer Anfang 2015 von Science veröffentlichten Studie sind die Hauptverursacher des jährlichen Mülleintrags die Länder China, Indonesien, Vietnam und die Philippinen.“ (aus Wikipedia, https://de.wikipedia.org/wiki/Plastikm%C3%BCll_in_den_Ozeanen#Herkunft ; und DA macht die internationale Gemeinschaft nix ???)

Traum-Ich im Traum-Körper

Und dann sitzt du da, als „das Ganze an sich“, und in dir ist da ein Körper, und du dachtest ein Leben lang, du seiest dieser Körper. Und in Wirklichkeit bist nicht du in diesem Körper, sondern dieser Körper in dir. Als ein beliebiger Traumkörper.

Und da ist kein „Ich“ mehr, und was übrig bleibt kann sich nur wundern, jemals gedacht zu haben, dieses „Ich“ zu sein. Ein „Ich“ das sterben könnte. Ein „Ich“ das kommt und auch geht. Eine vergängliche Erscheinung, innerhalb all dieser vergänglichen Erscheinung.

(aus ‚Tantrische Erleuchtung‘, von Edgar Hofer)

Gibt es spirituellen Missbrauch?

Um in das Thema einzusteigen, möchte ich zuallererst den Begriff „Missbrauch“ durchleuchten. Missbrauch bedeutet, etwas nicht so zu gebrauchen, wie es gedacht und im allgemeinen Konsens angenommen wird, sondern „falsch und böse zu gebrauchen“.

Man könnte auch einfach sagen „Egomotive“: wenn persönliche egoistische Motive in eine Handlung hineinspielen, während vordergründig etwas Anderes, z.b. eine edle uneigennützige Motivation vorgekaukelt wird.

Und natürlich gibt es auch vielerlei Missbrauch auch in der Spiritualität:

Die unangenehmste Situation ist dabei jene, wo sich z.b. ein Schüler einem Lehrer vertrauensvoll hingibt, während er davon ausgeht, dass alle Handlungen des Lehrers bewusst und zum Wohle des Schülers geschehen, „im Namen der Wahrheit“. Da kann es zu Machtmissbrauch kommen und im schlimmsten Fall auch zu sexuell missbräuchlichem Verhalten aufgrund eines Autoritätsverhältnisses. Die Grenzen sind hier oft fließend, wenn z.b. ein Lehrer „der von ihm wahrgenommenen Energie“ selbst „hingegeben“ ist, und dadurch nichtmal ein schlechtes Gewissen aufkommt. Was auch dann passieren kann, wenn der Lehrer in Wahrheit einfach nur eigene unbefreite Persönlichkeitsanteile wahrnimmt, die mit dem Schüler letztlich nichts zu tun haben und nur an ihm „ausgelebt“ werden.

D.h. man muss davon ausgehen, dass auch hier dem Lehrer, wenn er zumindest authentisch ist, der Missbrauch nichtmal bewusst ist. Wie kann sich der Schüler schützen? Durch aussprechen und „zerstören“ der Illusion, die sich im Kopf des „Meisters“ gebildet hat. Zu sich stehen. Die eigene Wahrheit hier über jene des vermeintlich „Höheren“ stellen, denn in Wirklichkeit sind wir eben alle gleich und auch jeder noch so spirituell entwickelte Lehrer ist dennoch immer auch ein Mensch, mit Schwächen und unaufgearbeiteten Anteilen.

Genauso können aber auch einfach spirituelle Konzepte missbraucht werden, für eigene Zwecke, sei es im Streit, im Recht haben („Osho hat gesagt“, „Ramana hat gesagt“, usw usf) – auch DAS ist Missbrauch – oder sei es um andere zu manipulieren. Sowohl von Lehrern wird dies angewendet, als auch von Schülern untereinander. Hier gibt es eine große Grauzone und letzlich machen solche eher sanfteren Arten von Missbrauch auch einen Gutteil der menschlichen Kommunikation aus. Solange man etwas will, wird das „Ich“ und der Verstand auch alle zur Verfügung stehenden Werkzeuge einsetzen um das was er möchte auch zu bekommen. Genau das nennt man „Ego“, in diesem Fall dann „spirituelles Ego“.

Auch davor ist man nicht geschützt, nur weil jemand vorgibt, z.b. „erleuchtet“ zu sein. Auch das Ego wird erleuchtet und bläht sich unendlich auf. Letztlich ist es ja Gottes Ego. Das eine Ego von uns allen.

Es kommt also immer drauf an, wie sehr der Lehrer diverse Persönlichkeitsanteile in sich schon geklärt hat. Und das ist eine never-ending-story, denn dies geschieht in der Relativität, im Body-Mind-Organismus. Das hat mit dem Absoluten und der absoluten Wahrheit nichts zu tun. Hier muss man also unterscheiden: Aus absoluter Sicht gibt es Missbrauch nicht mal. Dort sind wir Eins ohne ein Zweites. Aus relativer Sicht ist aber auch der Gebrauch des Absoluten für relative Ziele eben falscher Gebrauch, Missbrauch.

Sich auf die absolute Wahrheit zu berufen, z.B. dass es „keinen Leidenden gibt“ und der Schmerz einfach „gefühlt“ werden soll hat letztlich sogar sadistische Wurzeln in jenem, der mit solchen Konzepten spielt und zu manipulieren sucht für seine eigenen menschenverachtenden unbewussten Motive.

Aber auch umgekehrt versuchen immer wieder auch Schüler ihren Lehrer zu missbrauchen, auch wenn davon selten gesprochen wird. Hier ist natürlich das Machtverhältnis ausgleichend, aber all die Projektionen, wie ein Lehrer z.b. zu sein hat können manchen Lehrern zu viel Kraft kosten, um sich dagegen zu erwehren. Manche ergeben sich dann in solche Filme und spielen geduldig ihre Rolle, z.b. als aufgeputzter Weihnachtsmann, als Vaterfigur, als göttlicher unerreichbarer Geliebter, als personifizierte Heiligkeit usw usf. Manchmal wird hier auch Geduld missbraucht oder Gutmütigkeit. Doch gibt es, falls der Lehrer ein authentischer ist, hier letztlich kein Opfer – sondern für ihn ist das ohnehin meist alles nur ein Spiel. Doch benannt werden sollte auch dieses Phänomen.

Missbrauch…. das Gebrauchen zu falschem Zwecke. Letztlich das Ur-Spiel des Egos, genannt: Absicht. Was das Gegenteil von Flow ist. Und geheime Absicht ist das Gegenteil von Wahrheit.

Der Urgrund des Missbrauchs ist aber letztlich das Brauchen selbst. Die uneingestandene Bedürftigkeit die schamvoll oder auch nur unbewusst verborgen wird hinter einem erhabenen Meisterspiel.

Edgar Hofer


Obiger Text ist mein einleitender Beitrag zur Podiumsdiskussion zum Thema „Gibt es spirituellen Missbrauch“ des diesjährigen Onespirit-Festivals (ehemals „Rainbow-Spirit“) in Freudenstadt. Er wurde auch im Magazin zum Festival (Visionen One Spirit Spezial – 01/2016) veröffentlicht. Dieses umfangreiche Heft mit vielen Artikeln und dem Festivalprogramm kann auch online hier gelesen werden.

Die Podiumsdiskussion selbst findet am Pfingstsamstag, den 14. Mai 2016 statt, moderiert von Devasetu Wolfram Umlauf (Jetzt-TV), mit den Podiumsteilnehmern Padma Wolff, Mayonah Bliss, Renate Busam und HO Gerhard Strauss.


Leben in Erleuchtung (Kongress)

Roland & Ludmilla („Neti-Neti“, „Netzwerk Erleuchtung“) veranstalten Ende April / Anfang Mai einen ganz besonderen Online-Kongress:

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Leben in Erleuchtung

Der radikale Weg in die Freiheit &
die dunkle Nacht der Seele

26. April bis 7. Mai

Kostenlos & bequem von zu Hause aus dabeisein

Info & kostenlose Anmeldung


Freue mich sehr, da mit dabei zu sein und ist mir eine Ehre neben so tollen Lehrern wie: Mooji, Samarpan, OM C Parkin, Werner Ablass, Madhukar, Pyar, Padma & Torsten, Gaia, Aktu, Mariananda, Anssi, Aisha Salem, Yod, Shai Tubali, Rania, Jens Marionette, Sarla, Mari Nil, die Nestelbergers, Mari, uvm ebenfalls einen Beitrag dafür geben zu dürfen.

Mein Interview wurde ja schon aufgezeichnet und ich kann sagen, das waren wirklich tiefe weitgehende Fragen die gestellt wurden, weit auch ins Param Advaita reichend, zu Integration, zu meinen Erfahrungen mit Vertiefung und Transzendenz ….. alle Achtung, ich kann das also wirklich nur sehr empfehlen anzusehen.

Es wird am Dienstag, den 3. Mai um 20 Uhr ausgestrahlt (und bleibt dann 24 Stunden kostenlos online).

Info & kostenlose Anmeldung:
www.erleuchtungskongress.de


Inhalt:
Ludmilla & Roland stellen u.a. folgende Fragen an die Lehrer:

– Unterscheidet sich Erwachen & Erleuchtung?
– Was hat Freiheit mit Erleuchtung zu tun?
– Wie wichtig ist ein Guru?
– Gibt es eine Transformation nach dem Erwachen?
– Gibt es Karma?
– Was ist die „Dunkle Nacht der Seele“?
– Gibt es dauerhafte Glückseligkeit/Bliss?
– Was hat Erwachen mit Heilung zu tun?
– Hingabe als Weg?
– Techniken des Erwachens?
– Woher weiß ich, dass ich erwacht bin?
– Sind Traumata ein Hindernis für das Erwachen?
– Wie funktioniert „Schöpfung“?
– Erleuchtung & Gott
– Erleuchtung & Wahrheit
– Erleuchtung & Realität

Kosten? Keine!
Bequem von zu Hause aus dabei sein !

JETZT GRATIS ANMELDEN:
www.erleuchtungskongress.de

Diabetes vorbeugen und „heilen“

Heute im Web gelesen:

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schlägt Alarm: Mehr und mehr Menschen in der Welt leiden an Diabetes. Die Zahl der Erkrankten habe sich innerhalb von 35 Jahren vervierfacht, teilte die WHO am Mittwoch in Genf mit.

Quelle: Über 400 Mio. an Diabetes erkrankt – news.ORF.at

Dort wurde dann auch die rhetorische Frage gestellt „wie kann man Diabetes vorbeugen“, und das erinnerte mich wieder mal an meine ‚Story‘ damit.

Als Beitragsfoto oben übrigens mein „vorher-nachher-Foto“. Also links bevor ich Diabetes hatte, und rechts nachdem ich Diabetes hatte und sie auch wieder los geworden war… :-)

Als ich diesen Blog eröffnet hab, hatte ich schon im Hinterkopf, dass auch meine Diabetes mal Thema werden könnte. Ich schreib halt über alles, wo Erfahrungen im Menschsein da sind, und diese Erfahrungen des Menschlichen, auch und vor allem der Schwächen und auch der Leiden sind für mich einfach die „Essenz“ dessen, was es eben heißt hier die volle und ganze Erfahrung des Mensch-Seins zu machen.

Und da ich das Glück hatte, vor zwei Jahren an Diabetes (Typ II) zu erkranken, wie zuvor schon mein Vater in den 60ern und auch einer meiner Brüder – bin also genetisch prädisponiert – kann ich da auch authentisch sehr mitreden. Und auch in erlauchten Kreisen ist das ja nicht unüblich (siehe z.B. Osho oder Papaji). Man wird halt faul und bequem. Wenn nicht durch die westliche Zivilisationsgesellschaft, dann halt durch die Verleuchtung.

„Is ja alles okay, fühlt sich alles gut an, hier ist totale Zufriedenheit in jedem Moment – und außerdem ist hier ja keiner, der was ändern könnte oder wollte“.

Denkste.

Die dunkle Nacht des Körpers

Stimmt ja prinzipiell. Sagen wir mal so: „Geholfen“, um die Krankheit zu verhindern, hat mir die Zufriedenheit da nicht gerade :-) – aber andererseits sollte auch das genau so sein. Diese Erfahrung war und ist es „wert“ gemacht zu werden. Die Diagnose Anfang April 2014, also vor zwei Jahren, war für mich der notwendige „Tritt in den Hintern“. Reinste Gnade, ein Geschenk! Ein körperlicher Weckruf! Diabetes vorbeugen und „heilen“ weiterlesen