Ohne weiteren Kommentar

Ich muss jetzt mal was über das „Kommentieren“ schreiben.

Immerhin ist das hier ja ein Blog, und manche wundern sich vielleicht, dass bzw warum ich die Kommentarfunktion ausgeschaltet habe.

1) Nuja, hier alle Gründe dazu:
Bei der Bloggründung war ich kurz vor einer viermonatigen Sommertour durch Deutschland. Keine Zeit Kommentare zu lesen, freizuschalten, um Spam zu kümmern, zu diskuttieren, usw usf 😉 -Die letzten Tage habe ich nun deshalb überlegt, ob ich, wie ichs mal insgeheim vorhatte, demnächst also Kommentare hier freischalte.

Bitte nicht zu früh freuen jetzt, denn ich kam zum Entschluss, ich werde das nicht tun. Hier meine weiteren Gründe:

2) „Ohne Weiteren Kommentar“: Wie manche ja wissen, ist das u.a. eine der Bedeutungen von „OWK“ (neben z.b. Obi Wan Kenobi 😉 ). Und „Selbstgespräche“ als Untertitel des Blogs sollte nicht nur ausdrücken, dass das hier ein spiritueller Ort ist wo es um das Selbst geht…. sondern durchaus auch, dass dieses Selbst hier quasi nur mit sich selbst spricht. Obwohl es jetzt grade auch direkt mit *DIR* spricht (lieber Leser) …. was aber letztlich das selbe Selbst selbst ist. 😉
d’Accord?

3) Ich habe einigermassen gegoogelt, die letzten Jahre wurde „kommentieren“ langsam „out“. Die sozialen Netze haben diese Funktion übernommen. Viele prominente Blogger in USA haben vor paar Jahren schon aufgehört mit Kommentaren. Schalteten sie ab. Waren der Spams und der Trolls und der Diskussionen  einfach müde. Ich kanns verstehn.

4) Nun kommen wir zu den spirituelleren Gründen: „Am Ende ist Stille“. So mein Ideal…. oder das, was ich mir so vorstelle, wenn jemand einen wirklich guten tiefen Beitrag von mir liest, oder n Video guckt. Das soll man mal wirken lassen. Und nicht gleich „reagieren“. Es nicht gleich wieder (r)ausdrücken. Weder positiv zustimmend, noch negativ hinterfragend. Sondern zu sich nehmen. Und gucken, was es macht. (Wenns nix macht, ist es ja auch okay, dann geht man einfach weiter… 😉 ).

5) Es geht mir also um das „bei sich bleiben“. Um das spüren, das fühlen. Wenns sein muss auch um das drüber-nach-denken. Oder gern auch damit was „machen“, was „eigenes“. Was auch immer.

6) Die nicht vorhandene Kommentarfunktion hat also durchaus die Funktion, durch ihre Abwesenheit den Leser „auf sich selbst zurück zu werfen“.

7) Am Ende fremde Kommentare lesen: Ich fragte mich, was ich als Blogger eigentlich so will. Will ich wirklich, dass am Ende, wenn der Leser „fertig gelesen“ hat irgendwelche anderen fremden Kommentare hängen bleiben, oder meine Message? Denn wenn am Ende viele Kommentare stehen, bis das man die dann als Leser auch noch gelesen hat, ist das Ursprungsposting im schlechteren Fall am Ende schon wieder vergessen und jemand anderer hat seine Gedanken hier in die Köpfe der Leserschaft eingebrannt. Ne, dafür soll der- oder diejenige dann besser n eigenen Blog führen 😉

8) Meine Intention ist hier tatsächlich hauptsächlich das Schreiben. Meine Autorenschaft. Die Freude am Schreiben. An den Gedanken, die da durch kommen (wollen). Am Kanal sein. Hier ist der Fokus eindeutig nicht auf Kommunikation, nicht auf Dialog, sondern auf Monolog, ist halt so. Ist halt eher Tagebuchartig, was Blogs ja ursprünglich waren. Im eigenen Flow bleiben. Eben schreiben, kleine Häppchen, und nicht diskuttieren.

9) Da ich ja von 2003 bis 2013 intensiv verschiedene Internetforen zum Thema betrieben habe („Satsangforum“, „Erwachen.com-Forum“) bin ich der Diskussionen da auch eher müde und möchte diese Büchse nicht nochmal öffnen. Dafür hab ich ja auch noch Facebook 😉 – dies hier ist einfach nur ein Blog, kein Diskussionsforum 😉

10) Hier ist also kein weiterer Ort für „Austausch“ oder „Satsang“. Derer hab ich ja eh sonst noch genüge. Man kann mir zu diesen Zwecken ja auch emails schreiben und Skype-Sessions buchen, die Angebote dazu findet man ja alle auf meiner Website. Hier ist ein Ort der „passiven Berieselung“ für dich lieber Leser. Du brauchst nix tun, kannst dich zurücklehnen, und geniessen. Oder freuen. Oder ärgern. Oder lachen. Oder weinen. Oder …. was auch immer geschieht geschieht ohnehin. Aber vor allem: Du brauchst nix zu tun! 🙂

11) Und hab ichs schon erwähnt, „the fun of writing“. Ja, siehe Punkt 8, einfach wie ein Kind die Freude an diesem Spielzeug haben. Das hab ich. Und am Schreiben. Und teilen. Und mit-teilen. Ich freue mich einfach am Teilen. Ich brauch dafür kein Feedback. Ich gebe da gerne und freiwillig… kann gar nicht anders. Es ist die Förderung meines Überströmens… jenes Überströmens, das letztlich in uns Allen ist.

*Love*
*Namaste*

Edgar

____________________
PS: Natürlich kann man aber auch jederzeit z.b. das Kontaktformular nutzen, um mir Feedback zu geben, wenn es denn unbedingt sein muss… 😉



Blog abonnieren:

kostenlos & unverbindlich

Bitte warten

Hat geklappt. Danke für Dein Interesse!