Wien Wien nur du allein – Heimaturlaub 2016

Ein altes Wienerlied, populär u.a. durch Peter Alexander, begann so: „Wien, Wien nur du allein, du sollst die Stadt meiner Träume sein„.

Nunja… stimmt ja auch. Leben tu ich auf Teneriffa, also kann ich von meiner Heimatstadt Wien nur bestenfalls ab und an träumen. Und wie ein Traum verflogen nun auch die letzten zwei Wochen, mein Heimaturlaub 2016 in Wien:

Und es war wirklich ein *geiler* Heimaturlaub!

Eigentlich wollte ich ursprünglich ja gar nicht fliegen dieses Jahr. Dani hatte ihren Flug schon gebucht, Familienbesuch, vor allem ihre Mutter wartete schon wieder ein Jahr sehnsüchtig auf sie.

Und dann kam genau zu der Zeit wo sie in Wien sein würde bei mir die Anfrage rein, bei der Talkshow von Barbara Karlich dabeizusein. Das wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Schon mehrmals war von mir für 2016 ja angedacht, Wien zu besuchen oder Dani zu begleiten. Aber immer habe ich dann am Ende abgeblockt. Wollte dann insbesondere nach unserem Umzug von La Gomera nach Teneriffa in der Zeit von Danis Abwesenheit viel Liegengebliebenes aufarbeiten. Neue Onlinesatsangs und Webinare wollten geplant werden usw usf.

Doch dann kam wieder mal alles anders…. – erzähle Gott deine Pläne, wenn du ihn zum Lachen bringen willst. 😉 – jedenfalls wurde mir durch die TV-Show ein genialer Köder gelegt, der mich dann also auch 2016 doch noch nach Wien lockte. Gott sei (es ge) dank(t).

Und es wurde so ein schöner Heimaturlaub !!! Voller Termine, voller schöner Begegnungen und auch voller Wunder!

Donnerstag 8. September der Flug, in der Nacht auf Freitag. Ankommen bei meiner Tochter, die erste Nacht durften wir bei ihr übernachten. Hatte sie auch schon ein Jahr lang nicht mehr gesehen. Haben sie um ein Uhr Nachts rausgeläutet. Sie hatte aber nächsten Tag ohnehin zufällig frei…. ergo alles im Flow.

Dann am Freitag einquartieren in der Wohnung (m)einer Ex, meiner zweiten Ehefrau. Geschieden seit bald 20 Jahren. Aber immer noch freundschaftlicher Kontakt. Nuja, sie war jene, mit der ich all das Tantra begann. Ihre Wohnung stand leer, da sie seit zwei Jahren bei ihrem Freund wohnt. Und kurz davor hatte einige Monate meine zweite Tochter, „die Weltreisende“, darin gewohnt während ihrem Wien-Aufenthalt. Paar Tage vorher ist diese dann nach Kambodscha geflogen, für ein Jahr lang einen Job in Angkor Wat, bei den Ausgrabungen. *Stolz bin*.

Am Abend haben wir dann gleich Danis Mutter besucht, Wiedersehen nach einem Jahr, sowas ist immer schön. Mit dabei auch Danis Bruder, mit dem wir paar Tage später seinen 50er feierten.

Von Interview zu Interview

Am Samstag waren wir dann einfach nur shoppen, bissl ankommen, relaxen. Uuuund ein zweistündiges Vor-Interview mit der Redakteurin der Karlich-Show: war intensiv, sie war neugierig, offen, interessiert, stellte viele tolle Fragen die in die Tiefe gingen.

Sonntag dann gleich volles Programm mit „Arbeit“, war live zugeschaltet beim Erleuchtung-Kongress von Ludmilla und Roland in Berlin. Nachmittags dann noch eine Einzelsitzung – Fernheilung (ja sowas mach ich auch neuerdings und interessanterweise funktioniert das recht gut; Heilung ist übertrieben, halt Energie-„Übertragung“, obwohl ja nix übertragen wird. Sondern einfach nur Reconnection mit sich selbst mit mir als Katalysator bzw Bezugspunkt und Stellvertreter für das eine Selbst, dass wir alle sind… – andere nennen sowas „Essenzheilung“; ich werde das künftig „Inline-Satsang im Innernet“ nennen 😉 ).

Montag gings gleich weiter mit Interviews, Ingrid vom „Tantra-Kongress“ kam zu mir nach Wien, mit Kameramann im Zweierteam, und ich gab den Beiden ein schönes Interview zu ihrem upcomming Online-Kongress zum Thema „Kundalini“. Voll professionell mit zwei aufgebauten Kameras. Der Kongress kommt dann irgendwann gegen Ende des Jahres in die Onlinewelt.

Bei Karlich

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Dienstag dann der arbeitstechnische Höhepunkt: Am Abend die Aufzeichnung der Barbara Karlich Show, Thema „Millionäre bei Karlich – macht Geld glücklich?“. Es waren tatsächlich auch Millionäre dabei, auch eine Jetset-Lady aus der Schweiz (Vera Dillier) die mit Prinz Albert von Monaco befreundet ist…. Und ich war sozusagen das „Gegenmodell“, ein Aussteiger, der Ende der 90er all sein Hab und Gut hingeschmissen hat und mit einem Rucksack nach Indien ging. Nuja, Millionär war ich davor nicht wirklich, höchstens in Schilling, aber hatte doch in den 80ern und 90ern mehrere IT-Firmen gegründet und ganz gut verdient und auch paar schöne Autos gehabt damals… 🙂

Die Show selbst war halt TV as it is… ich war beeindruckt von der Karlich, die da neun Shows in drei Tagen durchzieht mit über 60 Gästen, wir waren an dem Tag die dritte Show. Dementsprechend gingen halt die Fragen so runter, wie von der Redakteurin vorgegeben, für wirklichen Austausch und Tiefe war nicht allzuviel Zeit. Aber ich habe bissl mit den anderen Gästen interagiert und auch wenn ich gern natürlich mehrere Stunden gesprochen hätte – lol – wars dennoch sehr fein, eine hochinteressante Erfahrung und hat Spass gemacht. Im Backstage sind wir dann mit der Schweizerin abgehangen, die einige Bonmots rausliess und mich mit einer nicht erwarteten Alltagsweisheit und auch relativ hoher Intelligenz überrascht hat.

Danach war dann der restliche Wien-Aufenthalt nur mehr privat…. paar enge alte Freunde treffen und vor allem Familie, meine Tochter, meine Exfrau mit neuem Freund, Danis Eltern und Bruder, täglich Besuche usw usf.

War total schön und so lässt man sich Urlaub gefallen… – nicht einfach *weg* fliegen und für sich sein und n neues Land erobern oder angucken sondern *nach Hause* fliegen, Heimatgefühle auskosten und jeden Tag gute alte Freunde treffen die man lange nicht sah, die Zeit mit der Familie verbringen, einfach *herrlich*.

Göttlicher Zufall am Grab der Mutter

Das Allertollste war dabei aber wieder mal ein göttlicher Zufall, wie er schöner nicht geplant sein könnte, wie es einem halt wirklich nur vom Leben zufallen kann:

Für den zweiten Sonntag hatte ich nämlich mit meiner Tochter vereinbart, das Grab ihrer Oma zu besuchen, meiner „Mutti“, eigentlich Stiefmutter, bei der ich aufgewachsen bin (ich blieb nach der sehr frühen Trennung meiner Eltern beim Vater). Die mich also großgezogen hat und mir eine Mutter war.

Sie war im April des heurigen Jahres verstorben und ich war bis dahin noch nicht an ihrem Grab. Ging damals alles sehr schnell, ich konnte nicht so kurzfristig weg von La Gomera da auch für unseren Umzug einiges schon geplant war, der Flug ein weiter ist und ich auch nicht wirklich ein guter und leidenschaftlicher Begräbnisgeher bin. Hatte mich damals lieber ganz allein und „in mir“ von ihr verabschiedet. Zudem hatte ich über die Jahre den Kontakt zu ihrer restlichen Familie weitgehend verloren. Mein Vater und sie kamen zusammen, als ich 7 war, und trennten sich, als ich 15 war, also vor fast 40 Jahren.

In den 8 Jahren als ich bei ihr war, war mir ihr Sohn auch ein „Bruder“, aber auch wir verloren uns im Erwachsenenalter weitgehend aus den Augen, alle paar Jahre mal vielleicht zufällige Treffen bei meiner „Mutti“, also seiner Mama, meist zufällig wenn ich sie in ihrem Schrebergarten besuchte.

Jedenfalls hatte ich mit meiner Tochter vereinbart, mit ihr gemeinsam das Grab an diesem Tag zu besuchen. Sie war ihr in den letzten Jahren ja auch eine „Omi“, die einzige die meine Tochter hatte. Und natürlich war meine in Wien wohnende Tochter beim Begräbnis im April dabei, sie sollte also gewusst haben, wo das Grab genau am Friedhof zu finden ist; zumindest gingen wir davon aus. Haha – denkste. Wir irrten 30 Minuten am Friedhof herum, prüften jeden Grabstein auf Namen. Und ich wusste zwar den Namen ihres langjährigen Gefährten, mit dem sie nach meinem Vater für mehr als 30 Jahre zusammen war…. – und der drei Jahre zuvor vorausgegangen war. Aber auch diesen Namen konnten wir nirgendwo finden. Hatten offenbar Tomaten auf den Augen.

Ich machte dann schon eine Rast auf einer Bank und versuchte am Handy Hinweise zu finden… die Internet-Grab-Suche brachte aber kein Ergebnis, und auf dem Parte-Zettel, den ich in einer mail fand, war ebenfalls kein Hinweis auf das genaue Grab.

Plötzlich kam meine Tochter, die noch immer den Friedhof absuchte aufgeregt zu mir: „Ich habe gerade deinen Stiefbruder gesehen, der ist da bei einem Grab, wahrscheinlich das von Omi“.

Hammer! War der mit seiner Frau genau am gleichen Tag zur gleichen Stunde am Grab. Und auch er schon einige Wochen zuvor nicht da gewesen, und ursprünglich wollte er am Tag davor dort Gras einpflanzen, „war aber zu faul und verschob es auf Sonntag“.

Soooo geil !

Genau das, was sich unsere Mutti gewünscht hätte, dass wir beide, mein Stiefbruder und ich, uns an ihrem Grab wieder mal begegnen. Es war einfach sooo schön. Ich half beim pflanzen von Bodendeckern, wir gossen gemeinsam das Grab, ich liess auch Wasser über meine Hände laufen „da das bis zur Mutti durchdringen würde durch die Erde“, wir entzündetend Lämpchen…. und am Ende fuhren wir dann gemeinsam in den Schrebergarten, den mein Bruder von seiner Mama erbte, und in dem wir gemeinsam vor bald einem halben Jahrhundert als Kinder im Planschbecken spielten, jedes Wochenende und im Sommer oft täglich.

Wir holten noch Kuchen und Kaffee, blieben bis zum Abend und aßen noch gemeinsam Gegrilltes. War einfach ein herrlicher ungeplanter wunderschöner Tag voller alter Erinnerungen ans gemeinsame Aufwachsen, an unsere gemeinsame „Mutti“.

So schön!

All my love,
Edgar (aus zehn Tausend Meter Höhe, im Flieger getippt, beim Rückflug nach Teneriffa)


PS: Die Ausstrahlung der aufgezeichneten TV-Show ist voraussichtlich am 5. Dezember 2016, auf ORF2.

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