Ins Tun kommen? Oder Hingabe?

Jou. Heut ist es so weit und mein Interviewbeitrag erscheint beim großen Mindheart-Kongress. Pardon, Mindheart-Business-Kongress. Ich geb zu, das Wort „Business“ geht mir da nicht so ganz leicht über die Lippen.

In letzter Zeit hab ich auch mitbekommen, dass die Leuts auch schon bissl „kongressmüde“ sind, waren ja seit dem Hype Ende 2015, der damals mit den Nestelbergers begann danach doch recht viele andere Kongresse. Und nun der erste Nestelberger-Kongress seit damals, seit sie mit dem Erwachen-Kongress die Szene so richtig gerockt haben.

Ich mag die beiden, wirklich. Sehr sogar. Ihre Authentizität, ihre Fragestellungen (das Interview mit mir, von Katharina geführt, wirklich wieder erste Sahne; kitzelte so einiges aus mir hervor). Und ich war auch voll angefixt, als sie diese riesige Zahl von Zusehern anstrebten, 200.000 sollten es werden.

Aber was macht eigentlich ein Spiritueller bei einem „Business-Kongress“? Ich mein, ich versteh schon, ich hab da schon einiges zu sagen. Von wegen Authentizität, von wegen selbstständig sein. Ich machte mich mit knapp 22 Jahren erstmals selbstständig, damals in den 80ern. Und danach war ich zwar selbst, aber auch ständig. 🙂 – Was mir natürlich Freude machte. Denn ich wurde für das bezahlt, was mir damals am meisten Freude machte, das programmieren von Computern. Die es da erst ganz frisch gab, so klein und fein als „PC“.

Aber nach paar Jahren ging mir ja genau diese Business-Szene mehr und mehr „am Ar*** vorbei“. Konnte ich mit all diesen Typen nimma. Mit all diesem Mitspielen. Mit all dieser unauthentischen Verlogenheit, wo es nur um Geld ging und um „Erfolg“. Um „Ego“ letztlich.

Aus genau dieser Szene bin ich ja geflüchtet, als ehemals Yuppie der 80er mit großen Autos und hipper Kleidung. Die hab ich ja allesamt auf den Müll geworfen und mein letztes Hemd in den Rucksack gepackt und bin ab nach Indien. Weil „da noch was anderes sein muß“.

Und weil ich bemerkte, je mehr man da mitspielt und versucht seine eigenen natürlichen Grenzen zu „überwinden“ desto schneller rennt man letztlich einfach nur auf den Crash zu. Und gecrasht bin ich oft. Nur wollte ich nie sehen. Bis dann irgendwann alles gecrasht ist.

Und ist ja nicht so, dass ich mich da rechtzeitig gerettet hätte. Ne, da mussten auch noch die allerletzten Hoffnungen crashen und am Ende auch noch ich selbst. Werner nennt das ja nicht umsonst Mindcrash 🙂

Und erst dann beginnt die wirkliche Hingabe.

Vom Tun ins Sein

Dennoch…. ich kanns schon verstehen…. „ins Tun kommen“: Hab ich damals auch gemacht. Mit 22. Als ich mich selbstständig machte. Ich wollte nicht von anderen ausgenutzt werden für kargen Lohn. Für meine Talente. Für das, was mir Freude macht. Also machte ich mich selbstständig. Und folgte meiner Freude. Und ich würde es wieder tun, immer wieder. Aus Sicht eines Motivationstrainers kann ichs verstehen. Würd ich auch jedem sagen: „Follow your bliss“. Oder „krieg den Arsch hoch“. „Du hast nur ein Leben“.

Aber „spirituell“ bin ich erst geworden, als ich vom Tun ins Sein gekommen bin. Als ich endlich mal angehalten habe. Als ES mich angehalten hat. Als ich stoppte. Als ES mich stoppte. Von 100 auf 0 in einer Mikrosekunde.

Davor war da bei mir letztlich null Hingabe. Auch wenn ich nachher erkannte, dass wir schon immer hingegeben sind. Egal was wir tun. Auch wenn ich nachher erkannte „es ist eh schon immer alles Gott“. Aber das zu erkennen, dafür braucht es den Stop. Zu erkennen, nie der Handelnde gewesen zu sein. Nie zu bewirken, sondern immer schon selbst bewirkt zu sein.

Und dann geht es vom „totalen Sein“ auch erstmals ins „totale Nicht-Sein“. Erst wenn man dann diesen Punkt des absoluten Nichts, des wirklichen „Nada Nada“, die totale Schwärze, wo absolut rein gar nix ist…. – berührt hat, dann: Dann kann man – vielleicht – wieder zurück auf die Bühne des Lebens. Und auch wieder mitspielen. Auch wenn dann keiner da ist, der spielt. Weil man eben immer schon gespielt ist. Gespielt wurde.

Und Hingabe bedeutet dann letztlich überhaupt keinen Eigenwillen mehr zu haben. Zumindest keinen, der Grenzen überschreiten möchte. Oder nicht in totaler Harmonie mit dem Ganzen wäre. Das ist die Hingabe an das, was auch immer geschieht. Natürlich *dann* auch wieder ans „Tun“, wenn da Impuls für „Tun“ ist. Aber nicht mehr im Sinne von „erreichen wollen“ oder etwas „werden wollen“.

Die Absicht wird hingegeben

Zuallererst wird eben regelrecht die Absicht hingegeben.

Weil letztlich gehts hier um Nix. Um absolut rein gar nix. Gibt niemanden zu erwecken, und gibt auch niemanden zu motivieren. Alles andere wäre nur reinste Blasphemie.

Drum…. so geil ich den Kongress auch finde und vor allem die beiden Kongress-Veranstalter mir sehr ans Herz gewachsen sind, aber meine Aufgabe als spiritueller Lehrer ist nicht, die Leute „ins tun zu bringen“. Sondern viel mehr sie zu stoppen. Ins Sein zu bringen. Ins Jetzt zu bringen. Oder letztlich sogar gar nirgendwo hin zu bringen. Weil ja jeder schon „hier“ ist. Es aber selbst nicht bemerkt ohne eben inne zu halten. Zu stoppen. Komplett anzuhalten. Eben den Egotod zu sterben. Den eigenen Willen komplett hinzugeben. Und damit alle Visionen. Alle Ideen. Alle Träume. Alle Hoffnungen.

Das kann man einfach nicht überspringen. Weil sonst unterscheidet das „danach“ wirklich rein gar nix von dem „davor“.

Jetzt könnte man noch meinen, das „davor“ und „danach“ wäre ja letztlich das Selbe. Stimmt!  Aber erstens erkennt man das erst „danach“. Und zweitens würde ich dennoch nix dagegen tauschen wollen. Für den Haupttreffer in diesem Universum gibt es keine Lose zu kaufen. Und man kann dafür nix tun. Es ist letztlich einfach nur Gnade. Die sich komischerweise erst dann manifestiert, wenn man zuvor alles getan hat was man glaubte, dass es ans Ziel bringen könnte. Aber sich erst offenbart, wenn man diese letzte Hoffnung aufgibt.

Und sich selbst hingibt. Sich dem Leben ergibt. Und somit Gott.

Mein Job also kein Motivator. Sondern ein Anhalter. 🙂

Und per Anhalter gehts dann auch gleich durch die ganze Galaxis 😉

Apropos, wem ich nun die Laune nicht komplett verdorben habe auf den Kongress und dessen Inhalt, wo es ja darum auch geht, dich zuerstmal in deine Freude zu bekommen, einfach weil das der allererste wichtige Schritt ist, hier abschliessend nun doch der Trailer zu meinem Interview, welches heute ab 17 Uhr für 24 Stunden kostenlos online ist:

Falls du noch nicht angemeldet bist, kannst du das hier „tun“ (<= haha) .

Viel Spass und viel Ernüchterung

PS: Seit heute wurde offenbar das komplette Kongress-Paket extrem stark vergünstigt: Nur mehr € 59 (statt 349). Man bedenke: 100 Speaker und extrem viel Bonus. Wer da nicht zugreift ist selber schuld. Egal obs um tun oder Hingabe geht 😉

PPS: Blog abonnieren, dann bleibst du immer am Laufenden… 😉

Blog abonnieren:

kostenlos & unverbindlich

Bitte warten

Hat geklappt. Danke für Dein Interesse!