Politisches Manifest

Falls dich Politik nicht interessiert: Einfach nicht weiterlesen… 😉


Ist ja derzeit bissel üblich, sich als Spiritueller auch politisch zu „outen“. Wo man steht und wer man ist und überhaupt. Und da, wenn man sich politisch oder gar spirituell „inkorrekt“ äußert, einem alles mögliche unterstellt wird, ist klare Ansage da wichtiger denn je „in Zeiten wie diesen“.

Also: „Ich bin konservativ-liberaler Sozialdemokrat mit linken Tendenzen Richtung rechts oben, sowie auch unten, und natürlich auch nach vorne und hinten. Mit grünem i-Tüpfchen, spirituell-violetter Ausrichtung aufs pragmatische MenschSein“. 😛

Leute! Als Nondualist bin ich letztlich *alles*. Ich find in jeder beliebigen Partei positives, als auch negatives. Hab früher auch fast alles schon gewählt. Ist einfach so.

Allumfassend halt.

Solang man sich glaubt für „eine Seite“ entscheiden zu müssen und seine eigene Meinung festverdrahtet ist, unabhängig jeglicher Umstände, ist man halt in purer Dualität gefangen. In richtig und in falsch. In unabänderlichen Prinzipien. Meist ein Leben lang. Nicht fluid. Festgefroren.

Be water my friend 😉
(Bruce Lee).

Ich bilde meine „Meinung“ zu aktuellen Themen prinzipiell situationsbedingt im jeweiligen Jetzt.

Vom Gutmensch zum Nazi?

Mitte 2015, vor allem im September, als sich auf dem Budapester Bahnhof 5000 echte syrische Kriegsflüchtlinge (sic!) auf den Weg Richtung Österreich machten, war ich einer der wenigen „Spirituellen“, der klar und öffentlich Stellung bezogen haben: Grenzen auf in Österreich & Deutschland. Reinlassen. Menschenleid. Humanismus.

Eventuell damals schon weitblickende Menschen (was mir halt abhanden kam; Jetzteritis und so; no big view for the future) nannte ich „Nazis“. Und jene, die mich deshalb „Gutmensch“ schimpften, hielt ich einen brutalen Vortrag, warum nun „gut“ plötzlich „böse“ sein soll und dass ihre Ängste an den Haaren herbeigezogen wären. Tagelang schrieb ich mir in politischen Foren auf Facebook dazu die Finger wund und mobbte sogar solche „Warner“ aus solchen Gruppen raus. So war ich einfach damals drauf. Steh ich dazu. In wirklicher konkreter Not muss man auch erstmal handeln und helfen.

Sah Merkel auch so und der erste Menschenstrom aus Budapest wurde also reingelassen uns das war gut.

Aber die Türen und Tore blieben sperrangelweit offen. Für alles mögliche. Irgendwann kamen nur mehr junge Nordafrikaner, die die Kriegsflüchtlingskrise für sich ausnutzten. Oft sogar solche, die schon x-mal zuvor abgeschoben wurden, weil sie hierzulande kriminell wurden.

Dann kamen die Anschläge in Paris.

Dann kam Köln.

Dann kamen im Sommer 2016 Übergriffe in Schwimmbädern auf Kinder.

Dann erfuhr ich auch noch, dass eine der besten Freundinnen einer meiner Töchter, die ich von klein auf kannte …. *zensiert aus privaten Gründen aber es war schlimm*.  (!)

Das war dann der Punkt, da hatte es sich endgültig „Aus-ge-gutmenscht“ bei mir.

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Links-Rechts-oben-unten und der Islam

Gestern Nacht über diesen Artikel von „bayrischer Rundfunk“ gestolpert worden bin: IS will Pakt mit linken Aktivisten

Quelle: http://www.br.de/nachrichten/linksextreme-is-terror-buendnis-100.html

Das hat mich heute zu folgendem Text auf Facebook inspiriert, den ich hiermit gern auch im Blog teile:


Früher mal war alles so schön geordnet und klar. Man konnte einfach links sein, links war „gut“. War einladend. War logisch. Man konnte gar nicht anders sein als „Spiritueller“. Alle Menschen eins, „wir haben uns alle lieb“.

Und dann fällt seit Jahrzehnten nun beim Islam langsam mehr und mehr der Vorhang, zuerst der politische Islam, dann der extreme Islam, dann der politisch extreme Islam, dann der Terror-Islamist…. und am Ende entpuppt sich langsam auch noch der ganze Islam (wenn man ihn wörtlich nimmt) als politisch.

(Nuja, wenn man sich für Geschichte interessiert, weiss man, dass er eben immer schon politisch war; dass es letztlich fast keinen „unpolitischen“ Islam gibt; trifft für die katholische Kirche genauso zu; nur haben wir die ja schon die letzten Jahrzehnte fast überwunden; eigentlich Jahrhunderte, wenn man bei Luther anfängt zu zählen.)

Aber, siehe den verlinkten Artikel, politischer Islam und Linksextreme gehen langsam mehr und mehr ein Bündnis ein?

Kommts jetzt offenbar langsam zum Wiederaufleben der RAF samt ihrem damaligen Pakt mit der PLO (wobei ich für Palästinenser damals viel Verständnis hatte)?

Dazu kommt, jeder schimpft jeden einen „Nazi“, sobald man politisch anderer Meinung ist ….. sogar national-faschistische Staatschefs schimpfen alle anderen „Nazis“ (siehe Erdogan….). „Nazi“ wird also langsam zum allgemein gebrauchten Kosewort für alle die man nicht mag (die echten Nazis lachen sich ins Fäustchen).

Sogar in der spirituellen Szene selbst ist diese „globale Trennungstendenz“ mittlerweile angekommen. Sie zerfällt. Oder fällt einfach zurück in die eh immer schon gewählte Haltung „Jeder gegen Jeden“. Der Splitter im Auge des anderen nennt sich dann ebenfalls „Nazi“ und der Balken im eigenen Gesichtsfeld …. hmmm…. wie könnte man den nennen? „Absolute Wahrheit“? (Machen Religionen auch gern so….).

Anyway …. ehrlich, ich bin schon froh hier auf Teneriffa zu leben und 1998 aus dem System und aus Mitteleuropa mich verabschiedet zu haben. Das war kein Weitblick. War nur Zufall. Damals war ja die Welt noch schön geordnet in links und rechts und oben und unten und vorne und hinten.

Aber langsam versinkt sie einfach im Chaos, schätz ich. Zerfällt. Und es gibt den einen Teil in mir, der sagt „Scheisse“ – und den anderen Teil in mir der sagt „Shit happens“. Und weiss, dass die Welt nicht nur einen Vogel hat, sondern ein Vogel ist. Und zwar ein Phönix. Der gern brennt. Der gern verbrennt. Und der auch immer wieder gern aus der zurückgebliebenen Asche dann was neues baut. Was noch schöneres als davor.

Aber das könnte diesmal auch paar Jahrhunderte wieder dauern. Mal gucken. Popcorn?

Online-Satsang nur mehr mit Anmeldung

Ab kommenden Donnerstag, 2. März 2017, sind meine Online-Satsangs nur mehr mit Voranmeldung besuchbar. Du kannst dazu natürlich gern auch ne anonymisierte email verwenden. Im Chat kannst du dich anmelden, mit welchem Nick auch immer du magst.

Solltest du bisher schon in meinem Satsang-email-Verteiler registriert sein, bekommst du für kommenden Donnerstag automatisch eine mail mit den Zugangsdaten, also dem neuen Passwort, zugesandt.

Damit kannst du auch das Archiv mit über 160 bisherigen OnlineSatsangs seit 2011 besuchen, mehr als 300 Stunden Satsang.

Eigentlich hatte ich vor, ab Anfang März nur mehr kostenpflichtig zu senden. Werde aber noch ein Monat „Schonfrist“ *g* einbauen. D.h. die nächsten beiden Satsangs sind noch kostenlos. Aber registrierungspflicht.

Falls nicht schon geschehen, dann hier anmelden:

http://webinar.owk.eu/inselsatsang

 

 

Verstehen

„Es“ ist nicht zu verstehen.
„Es“ kann nicht verstanden werden.
„Es“ „will“ nicht verstanden werden.

In dem Augenblick, wo man es ergreift, festhält,
damit klein macht, manifest macht, verengt…. –
es also „be-griffen“ hat….
entgleitet es und schmilzt dahin wie Vanille-Eis in der Mittags-Sonne.

Und wenn der Verstand dann endlich begreift,
dass es nicht zu begreifen ist….
sich in diese Niederlage hingibt…..
sich ergibt….

…. dann kann eventuell Verstehen geschehen.
Ohne einen Versteher.


(heute auf Facebook aus mir rausgerutscht…) 

 

Neue Webpage, V-Log, Blog-Änderungen

Jou… heute mal nur paar aktuelle Infos zu Änderungen, die ich hier auf meinem Blog anlässlich meiner neuen Webpage durchgeführt habe:

Neue Webpage auf OWK.eu

Die größte Änderung betrifft nicht direkt den Blog, sondern hab ich nach mehr als 10 Jahren endlich meine Homepage neu gemacht. Für die Techniker unter Euch: Sie lief früher unter dem CMS-System „Joomla“, die neue Version nun aber ebenfalls wie hier der Blog auf WordPress.

Dadurch, dass nun meine Webpage technisch also genauso „modern“ ist wie der Blog, wandern paar Sachen rüber bzw habe ich auch hier paar neue Module eingefügt, dazu später mehr.

Meine neue Webpage findet ihr nun auch nicht mehr auf der alten Domain  „owk-satsang.de“ (obgleich diese alte Adresse natürlich weitergeleitet wird) – sondern künftig unter owk.eu

http://owk.eu


V-Log auf neuer Page!
=>hier keine Videos mehr…

Durch die neue WordPress-Seite habe ich beschlossen, dort einen V-Log (Video-Blog) einzurichten, sehr Neue Webpage, V-Log, Blog-Änderungen weiterlesen

Ins Tun kommen? Oder Hingabe?

Jou. Heut ist es so weit und mein Interviewbeitrag erscheint beim großen Mindheart-Kongress. Pardon, Mindheart-Business-Kongress. Ich geb zu, das Wort „Business“ geht mir da nicht so ganz leicht über die Lippen.

In letzter Zeit hab ich auch mitbekommen, dass die Leuts auch schon bissl „kongressmüde“ sind, waren ja seit dem Hype Ende 2015, der damals mit den Nestelbergers begann danach doch recht viele andere Kongresse. Und nun der erste Nestelberger-Kongress seit damals, seit sie mit dem Erwachen-Kongress die Szene so richtig gerockt haben.

Ich mag die beiden, wirklich. Sehr sogar. Ihre Authentizität, ihre Fragestellungen (das Interview mit mir, von Katharina geführt, wirklich wieder erste Sahne; kitzelte so einiges aus mir hervor). Und ich war auch voll angefixt, als sie diese riesige Zahl von Zusehern anstrebten, 200.000 sollten es werden.

Aber was macht eigentlich ein Spiritueller bei einem „Business-Kongress“? Ich mein, ich versteh schon, ich hab da schon einiges zu sagen. Von wegen Authentizität, von wegen selbstständig sein. Ich machte mich mit knapp 22 Jahren erstmals selbstständig, damals in den 80ern. Und danach war ich zwar selbst, aber auch ständig. 🙂 – Was mir natürlich Freude machte. Denn ich wurde für das bezahlt, was mir damals am meisten Freude machte, das programmieren von Computern. Die es da erst ganz frisch gab, so klein und fein als „PC“.

Aber nach paar Jahren ging mir ja genau diese Business-Szene mehr und mehr „am Ar*** vorbei“. Konnte ich mit all diesen Typen nimma. Mit all diesem Mitspielen. Mit all dieser unauthentischen Verlogenheit, wo es nur um Geld ging und um „Erfolg“. Um „Ego“ letztlich.

Aus genau dieser Szene bin ich ja geflüchtet, als ehemals Yuppie der 80er mit großen Autos und hipper Kleidung. Die hab ich ja allesamt auf den Müll geworfen und mein letztes Hemd in den Rucksack gepackt und bin ab nach Indien. Weil „da noch was anderes sein muß“.

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Platzende Seifenblasen

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Kürzliche Antwort auf die Frage, warum die Erfahrung (von Erleuchtung, Erwachen, Verlöschen, Mindcrash, Vernichtigung, Einheit, Keinheit) bei jedem etwas anders aussieht:

„Der Moment wo die Seifenblase platzt, ist deshalb bei jedem anders, weil eben die platzende Seifenblase eine andere ist.“

Und im Moment des Platzens erfahren wir eben noch Teile der Seifenblase. Von unserem vorherigen spirituellen Weg geprägt. Eine Art „Erfüllung für das Ego“ könnte man auch sagen.  Ein letztes Geschenk des Seins an das Nicht-Sein. Ein letztes aufblitzen von Dualität. Ein großer Blitz, wie ein explodierender Stern in einer Super-Nova.

Der Blitz mag sich unterscheiden. Das was danach kommt, was übrig bleibt, tut es letztlich nicht. Es ist das eine Sein. Das eine Nichts. In vielen verschiedenen Formen. Wie zuvor. Nur anders. 🙂