Politisches Manifest

Falls dich Politik nicht interessiert: Einfach nicht weiterlesen… 😉


Ist ja derzeit bissel üblich, sich als Spiritueller auch politisch zu „outen“. Wo man steht und wer man ist und überhaupt. Und da, wenn man sich politisch oder gar spirituell „inkorrekt“ äußert, einem alles mögliche unterstellt wird, ist klare Ansage da wichtiger denn je „in Zeiten wie diesen“.

Also: „Ich bin konservativ-liberaler Sozialdemokrat mit linken Tendenzen Richtung rechts oben, sowie auch unten, und natürlich auch nach vorne und hinten. Mit grünem i-Tüpfchen, spirituell-violetter Ausrichtung aufs pragmatische MenschSein“. 😛

Leute! Als Nondualist bin ich letztlich *alles*. Ich find in jeder beliebigen Partei positives, als auch negatives. Hab früher auch fast alles schon gewählt. Ist einfach so.

Allumfassend halt.

Solang man sich glaubt für „eine Seite“ entscheiden zu müssen und seine eigene Meinung festverdrahtet ist, unabhängig jeglicher Umstände, ist man halt in purer Dualität gefangen. In richtig und in falsch. In unabänderlichen Prinzipien. Meist ein Leben lang. Nicht fluid. Festgefroren.

Be water my friend 😉
(Bruce Lee).

Ich bilde meine „Meinung“ zu aktuellen Themen prinzipiell situationsbedingt im jeweiligen Jetzt.

Vom Gutmensch zum Nazi?

Mitte 2015, vor allem im September, als sich auf dem Budapester Bahnhof 5000 echte syrische Kriegsflüchtlinge (sic!) auf den Weg Richtung Österreich machten, war ich einer der wenigen „Spirituellen“, der klar und öffentlich Stellung bezogen haben: Grenzen auf in Österreich & Deutschland. Reinlassen. Menschenleid. Humanismus.

Eventuell damals schon weitblickende Menschen (was mir halt abhanden kam; Jetzteritis und so; no big view for the future) nannte ich „Nazis“. Und jene, die mich deshalb „Gutmensch“ schimpften, hielt ich einen brutalen Vortrag, warum nun „gut“ plötzlich „böse“ sein soll und dass ihre Ängste an den Haaren herbeigezogen wären. Tagelang schrieb ich mir in politischen Foren auf Facebook dazu die Finger wund und mobbte sogar solche „Warner“ aus solchen Gruppen raus. So war ich einfach damals drauf. Steh ich dazu. In wirklicher konkreter Not muss man auch erstmal handeln und helfen.

Sah Merkel auch so und der erste Menschenstrom aus Budapest wurde also reingelassen uns das war gut.

Aber die Türen und Tore blieben sperrangelweit offen. Für alles mögliche. Irgendwann kamen nur mehr junge Nordafrikaner, die die Kriegsflüchtlingskrise für sich ausnutzten. Oft sogar solche, die schon x-mal zuvor abgeschoben wurden, weil sie hierzulande kriminell wurden.

Dann kamen die Anschläge in Paris.

Dann kam Köln.

Dann kamen im Sommer 2016 Übergriffe in Schwimmbädern auf Kinder.

Dann erfuhr ich auch noch, dass eine der besten Freundinnen einer meiner Töchter, die ich von klein auf kannte …. *zensiert aus privaten Gründen aber es war schlimm*.  (!)

Das war dann der Punkt, da hatte es sich endgültig „Aus-ge-gutmenscht“ bei mir.

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Online-Satsang nur mehr mit Anmeldung

Ab kommenden Donnerstag, 2. März 2017, sind meine Online-Satsangs nur mehr mit Voranmeldung besuchbar. Du kannst dazu natürlich gern auch ne anonymisierte email verwenden. Im Chat kannst du dich anmelden, mit welchem Nick auch immer du magst.

Solltest du bisher schon in meinem Satsang-email-Verteiler registriert sein, bekommst du für kommenden Donnerstag automatisch eine mail mit den Zugangsdaten, also dem neuen Passwort, zugesandt.

Damit kannst du auch das Archiv mit über 160 bisherigen OnlineSatsangs seit 2011 besuchen, mehr als 300 Stunden Satsang.

Eigentlich hatte ich vor, ab Anfang März nur mehr kostenpflichtig zu senden. Werde aber noch ein Monat „Schonfrist“ *g* einbauen. D.h. die nächsten beiden Satsangs sind noch kostenlos. Aber registrierungspflicht.

Falls nicht schon geschehen, dann hier anmelden:

http://webinar.owk.eu/inselsatsang

 

 

Verstehen

„Es“ ist nicht zu verstehen.
„Es“ kann nicht verstanden werden.
„Es“ „will“ nicht verstanden werden.

In dem Augenblick, wo man es ergreift, festhält,
damit klein macht, manifest macht, verengt…. –
es also „be-griffen“ hat….
entgleitet es und schmilzt dahin wie Vanille-Eis in der Mittags-Sonne.

Und wenn der Verstand dann endlich begreift,
dass es nicht zu begreifen ist….
sich in diese Niederlage hingibt…..
sich ergibt….

…. dann kann eventuell Verstehen geschehen.
Ohne einen Versteher.


(heute auf Facebook aus mir rausgerutscht…) 

 

Ins Tun kommen? Oder Hingabe?

Jou. Heut ist es so weit und mein Interviewbeitrag erscheint beim großen Mindheart-Kongress. Pardon, Mindheart-Business-Kongress. Ich geb zu, das Wort „Business“ geht mir da nicht so ganz leicht über die Lippen.

In letzter Zeit hab ich auch mitbekommen, dass die Leuts auch schon bissl „kongressmüde“ sind, waren ja seit dem Hype Ende 2015, der damals mit den Nestelbergers begann danach doch recht viele andere Kongresse. Und nun der erste Nestelberger-Kongress seit damals, seit sie mit dem Erwachen-Kongress die Szene so richtig gerockt haben.

Ich mag die beiden, wirklich. Sehr sogar. Ihre Authentizität, ihre Fragestellungen (das Interview mit mir, von Katharina geführt, wirklich wieder erste Sahne; kitzelte so einiges aus mir hervor). Und ich war auch voll angefixt, als sie diese riesige Zahl von Zusehern anstrebten, 200.000 sollten es werden.

Aber was macht eigentlich ein Spiritueller bei einem „Business-Kongress“? Ich mein, ich versteh schon, ich hab da schon einiges zu sagen. Von wegen Authentizität, von wegen selbstständig sein. Ich machte mich mit knapp 22 Jahren erstmals selbstständig, damals in den 80ern. Und danach war ich zwar selbst, aber auch ständig. 🙂 – Was mir natürlich Freude machte. Denn ich wurde für das bezahlt, was mir damals am meisten Freude machte, das programmieren von Computern. Die es da erst ganz frisch gab, so klein und fein als „PC“.

Aber nach paar Jahren ging mir ja genau diese Business-Szene mehr und mehr „am Ar*** vorbei“. Konnte ich mit all diesen Typen nimma. Mit all diesem Mitspielen. Mit all dieser unauthentischen Verlogenheit, wo es nur um Geld ging und um „Erfolg“. Um „Ego“ letztlich.

Aus genau dieser Szene bin ich ja geflüchtet, als ehemals Yuppie der 80er mit großen Autos und hipper Kleidung. Die hab ich ja allesamt auf den Müll geworfen und mein letztes Hemd in den Rucksack gepackt und bin ab nach Indien. Weil „da noch was anderes sein muß“.

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Platzende Seifenblasen

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Kürzliche Antwort auf die Frage, warum die Erfahrung (von Erleuchtung, Erwachen, Verlöschen, Mindcrash, Vernichtigung, Einheit, Keinheit) bei jedem etwas anders aussieht:

„Der Moment wo die Seifenblase platzt, ist deshalb bei jedem anders, weil eben die platzende Seifenblase eine andere ist.“

Und im Moment des Platzens erfahren wir eben noch Teile der Seifenblase. Von unserem vorherigen spirituellen Weg geprägt. Eine Art „Erfüllung für das Ego“ könnte man auch sagen.  Ein letztes Geschenk des Seins an das Nicht-Sein. Ein letztes aufblitzen von Dualität. Ein großer Blitz, wie ein explodierender Stern in einer Super-Nova.

Der Blitz mag sich unterscheiden. Das was danach kommt, was übrig bleibt, tut es letztlich nicht. Es ist das eine Sein. Das eine Nichts. In vielen verschiedenen Formen. Wie zuvor. Nur anders. 🙂

Erlösung

Letztens, bei meinem Webinar Erwachte Beziehungen wurde mir im Vorfeld bewusst, dass da vielleicht der Begriff „Erlöste Beziehung“ noch viel besser gepasst hätte. Insbesondere da ich in dem Zusammenhang ja wieder mal mit allen möglichen esoterisch-spirituellen Beziehungskonzepten konfrontiert war, was man so unter „erwachte Beziehung“ verstehen könnte. Und ich mich bissl gegen diese Vorstellungen abgrenzen wollte.

Ich war sogar dabei, einen Blogbeitrag zu verfassen, mit nem provokanten Titel, z.b. „Beziehungs-Bullshit im Spiriland“ – ich habs dann gelassen. Vielleicht kommt das auch noch. Halb fertig war der Beitrag ja schon geschrieben. Aber ich baute das Thema dann lieber doch gleich direkt ins Webinar selbst ein.

Im letzten Online-Satsang fiel ebenfalls der Begriff „Erlösung“ – ganz unabhängig jetzt von Beziehungen gemeint. Und dieser Begriff macht was mit mir!

Erleuchtung?

In Indien sind manche Wörter, die z.b. mit „Erleuchtung“ übersetzt werden, oft viel besser mit „Erlösung“ zu übersetzen. Der Begriff „Moksha“ ist auch am allerbesten als Erlösung zu begreifen. Oder Befreiung. Und in mir merke ich, dass dieser Begriff letztlich viel besser auf das passt, was ich beschreibe und woraus ich beschreibe. Letztlich viel besser als eben „Erleuchtung“ und „Erwachen“.

Erlösung ist ja gleichzeitig auch die Befreiung von all diesen Vorstellungen über Erleuchtung. Auch wenn ich über „Erleuchtung“ ein Buch schrieb, schon im Jahr 2000, und diese Website so heisst…. so ist dennoch dieser Begriff sehr verwässert, und viele empfinden ihn nach wie vor so, als würde da irgendwas erreicht werden, was besser wäre wie zuvor. Weiter. Grösser. Entwickelter. So wie ein dickerer Mercedes des Seins. Also wäre dann ein „jemand“ eben „erleuchtet“.

Dem ist nicht so, und man kann natürlich nicht müde werden, das zu betonen, dennoch ist das ja wie ein Kampf gegen (natürliche) Windmühlen des Verstandes. Der sich das zu eigen macht, da kann man auch nix dagegen tun. Ist halt so.

Apropos „Dagegen“: Ich hatte ja damals, im Jahr 2001 kurz bevor mein erstes Buch mit eben diesem Titel rauskam, beim Verlag einen Rückzieher gemacht. Forderte, dass ich nicht mehr will, dass das Buch veröffentlicht wird. Weil dann wieder neue Trips entstehen in den Minds der armen Sucher-Opfer 🙂 . Und ich dann ja sogar noch karmisch als Täter dastünde. Nuja, solche „Trips“ wiederum hat man halt zeitweise „danach“. Die Verlegerin war entsetzt. Kurz vor Druck. Habs dann doch zugelassen, weil das „keine Wahl“ und „keiner da“ und „auch Trips sollen dann halt so sein“ doch die Oberhand gewonnen hat.

Und jetzt gibts seit nem Jahr sogar diesen Blog hier mit diesem Begriff. Nuja, die Domain war halt damals zufällig frei, man möge mir verzeihen. 🙂

Aber ich stehe ja auch dazu. Halt rein für mich. Da weiss ich, es wird keiner „erleuchtet“. Sondern „Erleuchtung“ ist der natürliche Ur-Zustand dieses ganzen Universums. Gottes. Des Seins an sich. Des Selbstes. Des Nichts. Nirvana. Alles eins. Alles niemals nicht erleuchtet.

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Meer und Welle

Identifikation, Bewusstsein, Mensch, Gott …
… anhand der „Meer-Welle-Analogie“:

Berühmtes Beispiel ist ja, dass sich das Meer für eine „Welle“ hält. Das ist Identifikation. Gott (Bewusstsein, das eine Selbst) hat vergessen, dass es Gott ist, und hält sich für eine Persona, für einen Menschen.

Aber es geschieht auch das Umgekehrte:

Zuerst, im „Normalzustand“ hält sich das Meer für eine Welle.

Dann erfährt sich die Welle als ganzes Meer. „Erleuchtung“

Danach nimmt die Welle diese Erfahrung „persönlich“ und hält sich – auch als Welle – fürs ganze Meer.

… und erzählt anderen Wellen „ich bin das Meer, du bist das Meer“. Und merkt nicht, dass sie schon längst wieder „wellt“. Und „zwei“ sieht. Weil wem erzählt sie’s? Dem Meer, oder den Wellen?

😉

Klar ists ein Paradox und beides ist gleichzeitig; sobald ich aber anfange zum labern, bin ich Welle. Was okay ist, wenn mir das bewusst ist. Und „der Abstieg“ (positiv gemeint, vom Berg der Erleuchtung zurück ins Tal der Menschen) beginnt dann, wenn das Meer freudvoll beginnt „zu wellen“ 🙂 – was ja seine Natur ist und immer schon war. Es kann gar nicht anders.

Erst kommt die Welle nach Hause ins Meer.
Und dann das Meer nach Hause in die Welle.
Der Ozean fiel in den Tropfen 😉

(ein Facebook-Schnipsel von heute morgen)


Da fällt mir ein, ich hab ja ca 1999 paar englische Poems geschrieben, die diesen Prozess, durch den ich damals selbst ging, schön ausdrückten:

The Travelling

Drops are falling out
Of the ocean.
In running away
for freedom.
They have to run fast
faster then time.

After they disconnect
they are free.
The illusion
of separation.

And the ocean comes back
in search for them
fighting is postponing
the final merge.

As part of the ocean
we first don’t see
the ocean.
Hard to see
from the inside.

So we have to fall out of it.
Just to see it
from the outside.

So hard to see
We are still not free
Makes us fighting
For „being a drop“.

And when we finally fall again
We are lost forever
In the Ocean of Love
Who was just in search for himself.

_______

Coming Home

Nothing is left
In „this“.

Now the Buddha
Is coming home
To God.

He reached a freedom
Beyond God
Just for a while
To look at God.

From the outside
It looks like illusion
But there is nothing else.

Stepping beyond,
Into the vacuum
Coming back
And telling
„yes, we are alone“.
Feeling
„yes, we are all one“.

_______

The search home

While you are in the ocean
You don’t know
That everything is fine.

Someone has to tell you
„you are not free“
Just to start the search
For freedom.

When you reach freedom
Someone has to tell you
„Come home again“
Just to start the search
For love.


Die Poems finden sich in meinem Buch „Erleuchtung – the real is illusion, the illusion is real, oder: Ausbruch aus der Matrix“ aus dem Jahre 2000.

 

Ein Buch hat sich geschrieben

Jo…. viel anders kann Ichs nicht sagen. Plötzlich war ein Buch da 🙂

Ich hatte ja sowieso vor, vor meinem kommenden Webinar zum Thema „Erwachte Beziehungen“ (und andere spirituelle Partnerschaften) bisschen Text abzuliefern. Erstens für die Teilnehmer. Als Bonus oder Einstieg. Aber auch hier im Blog.

Doch irgendwann, bei einem Onlinesatsang glaub ich wars, kontaktierte mich Anssi und meinte, was ich zu „vom brauchen zum dürfen“ sagte, war super und wäre ein Highlight. Oder es gefiel im das Zitat recht gut, ich weiß es gar nicht mehr. Jedenfalls haben wir BEIDE GLEICHZEITIG die Idee, da was gemeinsam zu schreiben.

Hier mal n Screenshot von dieser Unterhaltung:

beweis-spontan

Jo…. – womit gleich demonstriert wäre, wie „erwachte Beziehungen“ funktionieren… 🙂 😉

Man beachte: Wir hatten nicht nur gleichzeitig die selbe Idee. Sondern haben auch beide gleichzeitig exakt drei Minuten geschwiegen (aka: meditiert; verarbeitet; mit der Idee schwanger gegangen). Bevor wir dann in derselben Sekunde dieselbe Idee äußerten.

Jo. Und dann beschlossen wir, einen gemeinsamen Blogbeitrag zu machen. „Vom Brauchen zum Dürfen“. Es sollte ursprünglich einfach nur ein „Edgar featuring Anssi“ Ding werden. Und Anssi fragte mich, wie viel ich da vor hätte zu schreiben. Nuja, 2-3 Seiten vielleicht. Okay meinte er, dann macht er 1 (in Worten: EINE) A4-Seite dazu. Damit das mit dem „Featuring“ noch hinhaut und er nicht mehr schreiben würde als ich.

Gesagt getan, wartete ich auf seinen Text bzw war in dieser Zeit eh sehr beschäftigt. Werner (Ablass; mit dem ich übrigens ebenfalls eine sehr erwachte Beziehung habe; lustig, er ist wie der ältere Bruder für mich; und Anssi wie der jüngere Bruder) war in der Zwischenzeit zu Besuch bei mir auf Teneriffa. Und wir verbrachten ne intensive Woche. An Schreiben war weder vorher, noch währenddessen zu denken. Und danach hatte ich noch viel aufzuarbeiten und vorzubereiten fürs Webinar.

ebez-cover-220In der Zwischenzeit schickte Anssi irgendwann eine erste Version seines Textes mit der Anmerkung „ist bisschen länger geworden“. Ich hatte erst paar Tage später Zeit reinzugucken, las ihn, fand ihn super-gut, gab positives Feedback. Und wir erkannten, für einen Blogbeitrag wird das zu lang. Also beschlossen wir, wieder gemeinsam, dass wir n kleines eBook draus machen.

Anssi hat seinen Text dann in Ruhe reingeschrieben und nach paar Tagen kam schwupps seine endgültige Version. Haha, und nochmal doppelt so lang wie zuvor.

LOL ….   das war nun endgültig fordernd für mich. Und Ein Buch hat sich geschrieben weiterlesen

Kann man aus der Erleuchtung herausfallen?

Diese Frage wird ja relativ häufig gestellt: Ob man „aus der Erleuchtung wieder herausfallen kann“. Ob es sowas wie einen „Ego-Return“ gibt.

Und es gab auch schon den ein oder anderen Satsanglehrer (oder -LehrerIn), die von sich ebensolches behauptete und öffentlich „demütig zugab“.

Da frag ich mich dann schon, was diese jenigen überhaupt erfahren haben. Wenn sie meinen, „aus der Erleuchtung rausgefallen zu sein“. Was das dann überhaupt war, wo man einfach so „raus und reinfallen kann“.

Und ja, natürlich, alles wo man reinfallen kann…. ist ein Reinfall. Da kann man auch wieder rausfallen. Logisch. Doch dann war es nicht „das“.

Erleuchtung ist nichts, was einem, vor allem einer Person, geschehen würde. „Zack, und dann wäre sie erleuchtet“. Und vorher wäre sie „unerleuchtet“. Das ist letztlich Unsinn.

Der ganze Kosmos ist schon immer erleuchtet, es gibt nur Erleuchtung. Ist die eine legitime Sicht. Oder „es gibt keine Erleuchtung“ – ist die andere legitime Sicht. Aber dieses „Rein und Raus“ ist einfach nur Unsinn. Man kann einen Zustand natürlich für „Erleuchtung“ halten, aber dann hat man nicht verstanden, was Erleuchtung überhaupt ist. Das ist kein „Zustand“, in den man rein und rausfallen kann. Sondern das ist der Urgrund allen Seins.

Und das, genau DAS, hat man eben erkannt oder nicht erkannt. Bzw hat man sich eben als dieses „eine ewige Universum erkannt“, oder eben nicht. Es vielleicht „Gott“ genannt. Oder „das eine Selbst“. Oder meinetwegen „Nirvana“. Das kann man nicht „werden“. Und somit auch nicht „verlieren“. Man kann nur erkennen, dass man es immer schon war und immer sein wird. Und nicht nur man selbst, sondern gilt dies gleichzeitig für ALLE. Für alles und jeden. Selbst für den letzten Furz. Selbst für den Staub auf der Strasse. Selbst für den Sand der Wüste. Das Feuer des Vulkan. Das Nichts zwischen den Sternen.

Und ähnlich ist es mit dem „Ego“. Eigentlich ja nur das lateinische Wort für „Ich“. Bzw im negativ gebrauchten Sinne ein anderes Wort für „Persona“. Für „Maske“. Für die „Verwechslung“. Für den „Schein“ (statt das Sein). Für etwas, das aus einer bestimmten Betrachtung gar nicht existiert. Und auch das ist Teil dieser „Erfahrung Erleuchtung“: Zu erkennen, dass es nie ein Ego gab. Nie ein getrenntes persönliches privates individuelles „Ich“ gab. Und nie geben wird.

Wie soll ein Phantom „returnen“ ??

Bestenfalls, klar, kann die Maske zurückkehren. Die kehrt sogar letztlich in dem Augenblick zurück, wo erkannt wurde, dass „hinter der Maske keiner ist“. Dass es letztlich immer nur die Maske war, die vorgab, eine scheinbare Persönlichkeit zu sein. Ein authentisches „Wesen“ zu sein. Dabei gibt es nur authentisches Sein. Aber letztlich ohne individuelles „Wesen“. Die Maske kehrt dann gerne zurück. Das Nichts kleidet sich immer schon mit einer Maske. Mit der Maske des Seins, sozusagen.

Was soll dabei also „returnen“? Das Gefühl eines „Ichs“? Der Gedanke eines „Ichs“? Der scheinbare individuelle „Wille“ ?

In Wirklichkeit ist dieses wieder annehmen einer scheinbaren Individualität nichts anderes als „der gewöhnliche Zustand“, als Mensch, von dem auch Ramana sprach.

Nichts anderes als „Sahaja-Samadhi“, wo das Absolute und das Relative eins werden, wo Gott und Mensch sich in einem die Hand geben. Wo die Menschwerdung Gottes geschieht. Das volle Annehmen des Mensch-Seins. Das einfache Sein als höchster Zustand.

Ist nichts anderes als das, was Osho meinte, mit „beyond Enlightenment“, zurückkommen als Freund. Auf Augenhöhe. Die Gururolle und Guru-Identifikation ablegend.

Nichts anders als Aurobindo meinte mit „bringing it down to earth“. Den Himmel „runterbringen“ in die Welt. Das integrale Menschsein annehmen. Da gehts nicht darum, das „Spirituelle ins Mensch-Sein“ zu integrieren, sondern darum, das „Mensch-Sein“ voll anzunehmen und „ins Spirituelle zu integrieren“.

Nichts anderes als Bodhisattva-Tum. Die Rückkehr auf die Bühne des Lebens, sich zur Verfügung stellend. „Dem“. (Dem Leben an sich; dem Sein an sich). Der einzige „Job“ den es „danach“ geben kann.

Und auch nichts anderes als was Jesus als „Wiederauferstehung“ geschah. Das Menschsein, die Fleischwerdung Gottes. Die Wiederauferstehung des Ichs! *Bamm* – Zurück auf die Bühne. Das volle pralle Leben. Und auch die Zweifel „Vater warum hast du mich verlassen“.

Und dann reden manche von „Ego-Return“. Wie blind muss man sein ???? Ich kann nur hoffen und annehmen, dass jene, denen so ein „Ego“ returned ist, oder die von der „Erleuchtung wieder verlassen wurden“, einfach gar nicht wissen, wovon sie sprechen. Die einfach irgendeinen der vielen schönen meditativen Zustände mit „dem“ verwechselt haben… – vielleicht ne kleine Portion Ich-Losigkeit. Und da Zustände eben kommen und gehen, nuja, müssen jene dann eben nachtrauern, dem, was „jetzt nicht mehr ist“. Aber angeblich „anders sein sollte als es ist“.

Letztlich eine einzige Blasphemie an Allem. An der Intelligenz des Kosmos. An der Heiligkeit allen Seins. An der Absolutheit des Einen.

Für mich bin ich dankbar, unendlich dankbar, mich nie an irgendwelchen solchen Zuständen aufgehalten zu haben. Weitergegangen (worden) zu sein. Das Eine, dass ich ohnehin immer schon war, hat mich in den 18 Jahren seit es mich verschlang, nie mehr losgelassen. Und das Keine, das ich bin, ist unveränderlich Nichts. Da kann nichts dazukommen, und auch nichts wegfallen.

Und das Menschsein ist das Allerhöchste was es gibt.

Aber das erkennt man erst, wenn  man vom Berg wieder runtergekommen ist. Solange man bergauf geht, geht man halt bergauf. Und denkt, dass alle die einem entgegenkommen, „in die falsche Richtung“ gehen.

Man will dann immer noch verbessern, erreichen und Champion sein. Und den Menschen, diese wunderbare Schöpfung, „verbessern“. Weil man in Wahrheit alles Menschliche für zu gewöhnlich hält oder gar verachtet. Und das, nur das, sind die luziferianischen Tendenzen des „spirituellen Egos‘. Wo es darum geht, etwas erreichen zu wollen. Besser zu sein. Erster zu sein. Es besser zu wissen als Gott selbst.

Lass dich einfach verschlingen. Mit Haut und Haaren. Und lass vor allem jede „Erleuchtung“ los, die du „verlieren“ könntest. Du kannst sie ohnehin nie „besitzen“. Sondern sie besitzt dich. Von Anfang bis zum Ende. Du kannst es nie nicht sein.

Edgar only (grau-klein)

 

 


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HEUTE beim Erleuchtungs-Online-Kongress: Das Interview welches Roland & Ludmilla mit mir führten :
http://erleuchtung.at/kongress

(24 Stunden kostenlos online)

Warum ich Online-Kongresse geil finde

Wenn mehr als 30 Menschen vom Selben reden, aufs selbe zeigen, für dich das aber so wirkt, als sprächen sie von völlig unterschiedlichen Dingen: Dann sieh dies als GESCHENK. Dann ist das DEINE CHANCE zu erkennen, wovon sie tatsächlich sprechen. Worauf sie WIRKLICH ZEIGEN !!

Suche den kleinsten gemeinsamen Nenner.
Oder das größte gemeinsame Vielfache.
Beides kann und wird dich ans „Ziel“ bringen.

(Warum ich das versprechen kann? Nuja, da tu ich mir leicht:
Weil du ja immer schon am Ziel bist…)


Vor bald zwei Wochen hat der Roland Heine dazu aufgerufen, dass die Lee/hrerInnen (boah welch Wort!) von seinem und Ludmillas „Erleuchtung Online Kongress“ (Thema: Liebe & Mitgefühl) doch mal paar Worte schreiben möchten, warum und wieso sie diesen Erleuchtungskongress gut finden. Warum man teilnimmt, was toll und schön ist …. usw usf.

Und obwohl es als Herzenswunsch ausgedrückt war, hab ichs mir zwar notiert…. aber bis jetzt aufgeschoben. Und der Kongressbeginn naht! Am 7. November, also schon am Montag gehts los.

Ich möcht hier keinen Werbetext schreiben. Das mach ich eh dauernd auf Facebook. Und es ist Kongressherbst, ich bin wohl diese „Saison“ bei mindestens fünf Kongressen als Speaker gebucht. Und alle sind sie gut. Ist halt ein neues Format, wie ich finde ein gutes. Manche stöhnen zwar über diese „Schwemme“ und über die Werbung und über das Marketing und das Business, auch wenns win-win-win-win-win-win-win – Situations sind (das waren nun sieben „win“ – ich liebe diese Zahl), aber dennoch….. da kam letztes Jahr durch die Nestelbergers richtig Bewegung in die Szene, und sorry, ich finds geil!

Und speziell geil find ichs für die Erleuchtungs / Erwachens / Advaita / Satsang – Szene. Da kommt man endlich mal mehr raus, mehr zu den Leuten, „Advaita goes Mainstream“ (auch wenn die meisten natürlich noch immer wenig mit dem Begriff anfangen können). Wenn ich mich da zurückerinnere, anno Anfang der 2000er, als es erste Foren gab zu dem Thema, u.a. auch von mir. Da hat sich enorm viel getan seither.

Und ohne nun einem romantischen „kollektiven Erwachen“-Traum nachlaufen zu wollen oder ihn gar zu propagieren, hier meine ganz klare Bekenntnis: Auch wenn es „scheiß egal“ ist und auch wenn es „völlig gleich gültig“ ist und auch wenn „alles eh schon immer erleuchtet“ ist und „ein Einzelner ohnehin nie erwacht sondern immer nur das Ganze“ …. DENNOCH: Es ist immer wieder für jeden einzelnen Menschen ein absolutes Geschenk eben genau „daaas“ erfahren zu dürfen (bzw verlöschen zu dürfen).

Es ist genau das was letztlich alle Menschen antreibt: Die Sehnsucht nach sich selbst, egal ob sie das nun wissen oder nicht. Und diese Sehnsucht wird eben NIEMALS durch irgendwas im außen endgültig gestillt, seien es Autos, tolle Jobs, Beziehungen, Hobbies. All das ist meist immer nur Antrieb für „mehr“ und für „besser“. Wirklich nachhaltige BeFriedigung spielts nur „im Innen“.

Und warum sollte „das Eine“ (Selbst/Nichtselbst) es nicht einfach absolut geil finden, wenn es in immer mehr Menschen als solches erkannt wird? Gott liebt dieses Spiel! (Die Göttin auch). Sonst würde es nicht gespielt werden.

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Für unsere Szene ist es also gut. Wir erreichen mehr und mehr Menschen. Und auch für uns selbst, die „Lehrer & Leerer“ (und -Innen) ist das gut: Rein pragmatisch gesehen erhöht es die Bekanntheit, man bringt seine Botschaft an den Mann und die Frau (so man denn eine hat, eine Botschaft mein ich *g*. Ich suche sie ergebnislos seit 18 Jahren, und dennoch, auch ohne Kernbotschaft brauch ich nur den Mund aufzumachen um zu wissen, dass er danach wohl für ein, zwei oder drei Stunden nicht mehr zugehen wird *g*). (Soviel zu „Ohne weiteren Kommentar“ 😉 ).

Und natürlich ist es auch finanziell „nicht uninteressant“ (räusper). Die Nestelbergers begannen damit, Ludmilla & Roland machen es genauso: Von all den Einnahmen, die entstehen, wenn später jemand z.b. ein Kongresspaket kauft, geben sie 50% an uns Lehrer ab. Zumindest gilt das für die Teilnehmer, die von uns dorthin geschickt wurden. Durch Newsletter, Facebookpostings, oder, haha, Blogbeiträge 😉 .

Und auch wenn das viele für „Business“ halten…. es gibt tatsächlich nur Gewinner: Denn niemand muss da irgendwas zahlen… die ganzen Kongresse sind prinzipiell immer kostenlos anzugucken. Nur wenn man sichs eben bequem macht und den Kongress zu beliebigen Zeiten angucken mag, oder wiederholt sich einzelne Lehrer reinziehen will, nur dann kauft man so ein Kongresspaket. Und hallo? Für oft 20-30 Stunden Videomaterial dann vielleicht 50 oder 60 Euro zahlen ist letztlich ein schlechter Witz! Das haben früher zwei DVDs gekostet. Und nicht ne ganze Serie an thematisch interessanten Vorträgen.

Natürlich würd ich mir jetzt keinen Kongress übers Angeln reinziehn. Aber das liegt nur daran, dass ich eben kein Angler bin. Und so zwingt einen ja niemand zu einem Kongress zu gehen, der einen nicht interessiert. WENN aber Interesse da ist, dann bekommt man geballte Ladung pur!

Denn wo gabs das denn früher? Über 30 „Erleuchtete/Erwachte“ auf einem Fleck „konsumieren“ zu können ? Das ist völlig neu! Eine völlig neue Erfahrung! Eine völlig neue Art „zu lehren“. Leute… lasst euch da vom ewig skeptischen Verstand nichts einreden. Klar ist da Business und Geld und Marketing und und und …. aber es ist auch das Internet, die Verbindung von uns allen, die da genutzt wird. Die neuen Medien. 30-40 solche Lehrer sich in wenigen Tagen so (fast) „hautnah“ reinziehen zu können…. das hats die letzten paar Tausend Jahre nicht gegeben.

Das gibts erst jetzt. Seit einem Jahr. Und die deutschsprachige Szene ist da mit ein Vorreiter in der Vernetzung der Szene. Sowas gabs letztlich in dieser Form noch nie!

Namaste und viel Spass in der Kongress-Saison

Edgar only (grau-klein)

 

 


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PS: Der Erleuchtung-Online-Kongress beginnt am Montag, den 7. November. Mein Beitrag erscheint am Mittwoch, 9. November, 19 Uhr und ist dann für 24 Stunden kostenlos online. Wenn du mich unterstützen möchtest, dann registriere dich dort mit meinem Kurzlink:
http://erleuchtung.at/kongress

 


fuelle_speaker_edgar_320Gleichzeitig läuft schon seit gestern der „Fülle-Kongress“, wo ich ebenfalls als Speaker eingeladen bin. Dort werde ich kommenden Sonntag, 6. November, um 18 Uhr ein LIVE-INTERVIEW geben. Du kannst dort deine Fragen stellen. Mein Link zum Füllekongress:
http://fuelle.info/edgar


jetzttv1-320Hinweis: Ich möchte an dieser Stelle aber auch an Jetzt-TV erinnern, wo seit vielen vielen Jahren Devasetu unermüdliche Arbeit leistet, auch für uns, die Lehrer, um unser Wirken an die Öffentlichkeit zu bringen. Und das völlig kostenlos auf Spendenbasis. Dort finden sich Tausende aktuelle Videos von Weisheitslehrern, ohne Registrierung, einfach so zum angucken. In geballter Konzentration. Ein „Dauer-Event“. Wenn man so mag: „ein kostenloser Dauer-Kongress“. Meine Seite auf Jetzt-TV: www.jetzt-tv.net/index.php?id=edgar