Sieben Irrtümer über die vErleuchtung – oder: Was Erleuchtung alles NICHT ist

Die Szene. Ach ich wollt schon so oft einen Text schreiben über die Szene. Die Erleuchtungs/Erwachtenszene allgemein bzw die Advaita/Satsang-Szene im Besonderen. Ist aber a) ein grosser Beitrag, kurz geht sowas nicht. Und b) macht man sich mit sowas sicher keine Freunde.

Ach ja und c) hab ich diesen Blogbeitrag im März begonnen. Und jetzt im November erst fertiggeschrieben 🙂 – bin vorhin eher zufällig drübergestolpert, als ich mal wieder in meine alten Entwürfe guckte. Wollte eigentlich ne Werbung machen für mehrere upcomming Kongresse. Allein ich hatte auf Werbung heute keinen Bock. 🙂 

Allen lieben Freunden, und damit mein ich wirklich nur die Lieben, sei gleich gesagt: „Ich habs nicht so gemeint“. Nein, ich sag besser gleich: Du warst ganz sicher nicht gemeint. Vor allem wenn du ein Lieber bist. Wenn du also jemand bist, der z.b. „das“ wirklich ist oder hat oder „du weisst schon was ich meine“. Und davon gibts ja wirklich genug. Ist ja nicht so, dass es uns nicht gäbe, auch wenn es uns nicht gibt. Die authentischen Lehrer und Leerer mein ich jedenfalls mit diesem Beitrag nicht. Sondern nur die Verwechslungen 😉

Und derer gibt es gar viele. Zum Beispiel jene, die meinen, dass es sie nicht gibt, obwohl es sie gibt – auch wenn es sie letztlich nicht gibt.

(Wenn du nun überhaupt nicht kapierst, wovon ich rede, bist du ebenfalls nicht gemeint *g* – dann hältst du dich wenigstens nicht für … – ja, ich schreib am liebsten „punkt-punkt-punkt“ – ich mag all diese abgedroschenen Begriffe teils schon gar nicht mehr verwenden. Erleuchtung. Erwachen. „Daaaas“.)

Jedenfalls sind mir solche, die sich nicht für etwas anderes halten, als sie sind, am Liebsten. Obwohl sich ja grade die für etwas halten, was sie nicht sind. Also für ganz normale Menschen. Dennoch…. mit denen kann man eben auch noch ganz normal quatschen. Und natürlich auch mit jenen die weitgehend „durch“ sind und auf der anderen Seite des Tunnels schon wieder (als Quasi-Mensch) hervorgekommen sind.

Aber alles dazwischen…. boah… uff….. – da muss man schon mal ne dicke Haut haben und muss auch z.b. den Advaita sehr lieben um da nicht manchmal einfach kopfschüttelnd rauszugehen wie weiland Laotze und nie mehr wiederzukehren zu diesem Wahnsinn. Zu dieser Sonderbühne des Lebens.

Das einzige kleine „Problem“ dass ich bei diesem Text habe: Ich mag sie ja alle. Wirklich. Mein ich ernst. Alle, alle, alle. Sind ja alle ich. Alle das eine Selbst. Alles nur Blüten des einen Keinen. Des keinen Einen. Nuja, und manchmal treibt halt das Eine seltsame Blüten. Darf ja auch. Why not. Man kann ja auch einfach lachen drüber. Wenn man grad gut drauf ist. Oder die Sauce eh nicht glaubt.

Aber wenn man grad wieder mal mehr mitfühlend ist mit diesem ganzen Wahnsinn, dann tuts schon auch mal weh in der Seele. Oder wo auch immer.

Stille.

Gehn ma’s an:

1) Der Advaita-Zombie (Typ Mindfuck)

Ein „Advaita-Zombie Typ Mindfuck“ ist einer (oder eine; aber ich muss zugeben, die meisten dieses Typus sind männlicher Natur), der die Wahrheit gehört hat, nicht nur einmal, x-mal. Und der sie irgendwann „begriffen“ hat. „Verstanden“ hat. Also zumindest meint sein Mind, also sein Verstand, er hätts gecheckt. Nun weiss er was „Erleuchtung“ ist, dass er selbst auch immer schon erleuchtet war, dass er das eine Selbst ist und es nur dieses eine Selbst gibt, oder wahlweise, dass es das nicht gibt und er selber nicht ist.

Er hats also (lediglich) mit dem Verstand kapiert. Manchmal mehr schlecht als recht, aber manchmal auch wirklich (das ist am gefährlichsten *g*). Und dann rennt er ab diesem Zeitpunkt herum, gibt überall seinen Senf dazu um zu zeigen „ich habs auch gecheckt.“ Er betet also nach. Aber nicht auswendig gelernt (über solch üble Gesellen will ich hier gar nicht schreiben, das wäre dann unter Niveau; wenigstens ein bisschen „verleuchtet“ sollte schon sein; wenn auch nur der Verstand). Sondern er hat halt „verstanden“ (Beileid!).

Und er verwechselt dieses verstehen eben mit der Erfahrung an sich, mit „es zu sein“. Sein Verstand ist weder still noch leer, sondern einfach nur ein Advaita-Automat geworden. Am Besten sind diese zu erkennen, weil sie nur einen Teilbereich z.b. des Advaita verstanden haben. Und somit mit Widersprüchen und Paradoxen überhaupt nicht klar kommen. Im Gegenteil, da wettern sie dann dagegen an. Ist auch logisch, weil ein in „Entweder-Oder-Kategorien“ denkender Verstand kann auch gar nicht mit Paradoxen, also sich widersprechenden gleichzeitigen Wahrheiten umgehen. Könnt er das, hätte ihn das ja auch ge-stillt.

Also ist er dann eher ein „Ich-bin“-Vertreter, oder er verkauft lieber das „Ich-bin-nicht“. Entweder posaunt er raus „Du bist alles was es gibt“ oder „dich gibt es gar nicht“. Die andere Seite der Medaille wird ihm immer wie ein Missverständnis erscheinen. Oder wie ein Irrtum.

Und meist ist der verstandene Teilbereich eben wirklich so klein, dass er alle Fragen wirklich nur mit seinem Verstandesautomatismus beantworten kann. Er kann normale Themen nicht wirklich „beleuchten“. Wie denn auch ohne jedes wirkliche Licht.

Ein bedauernswerter Geselle gefangen in seinen „ach so nondualen“ Gedanken.

2) Der Advaita-Zombie (Typ Hängengeblieben)

Die zweite Gattung des Homo sapiens Zombalis Nondualis ist jener des Typus „Hängen Gebliebumus“. Da ist tatsächlich einfach die Uhr stehen geblieben. Mitten im No-Mind. Und damals war das auch so wirklich wahr. Damals. Also nicht jetzt.

Das fühlt sich für Außenstehende so an, als wäre derjenige in eine Grube gefallen, aus der er nicht mehr rausfindet. Für ihn selbst ist das aber kein Problem. Es ist halt nur bissl „sozial schwierig“ mit ihm. Ansonsten kann man da nicht viel schlechtes drüber sagen. Ausser, dass man um ihn dann irgendwann einen Bogen macht.

Gut ist so ein Typ für solche, die knapp vorm „Päng“ sind. Da kann die Begegnung tatsächlich dieser kleine Windstoss sein, der genügt, damit der Apfel vom Baum fällt. Aber kann auch gefährlich in einer Psychose enden. Da ist die Welt nicht mehr Maya sondern halt Bluna. Und man rennt halt bissl loco-loco herum. Macht sicher mehr Spass als einfach nur Normal zu sein, zugegeben.

Was ist daran „falsch“? Letztlich nix. Und oft Sieben Irrtümer über die vErleuchtung – oder: Was Erleuchtung alles NICHT ist weiterlesen

Werner auf Besuch in Teneriffa

Freu mich schon total: Heute kommt Werner (Ablass) für ne Woche zu uns auf Besuch. Einfach mal abhängen paar Tage, feiern, lachen, schweigen, reden, sonnen, „Urlaub“. 🙂 …. und somit übrigens der ERSTE Besuch hier auf Teneriffa, seid wir umgezogen sind.

Jo. Freu mich schon sehr, haben uns ja erst letztes Jahr physisch kennengelernt. Im Sommer 2015, in Wien. Und uns gleich ineinander „verliebt“ (brüderlich gemeint), einen Haufen Ähnlichkeiten entdeckt, nicht nur in der „Sicht auf die Wahrheit“, sondern auch in unseren Biografien und vor allem auch „persönlichen“ Vorlieben. Haben bisher kaum Themen gefunden, wo wir nicht ähnlicher Ansicht wären. Aber die werden sicher noch kommen 🙂 – jetzt haben wir ja eine Woche intensiv Zeit, uns das anzuschaun.

bullencomedy2Mag ihn jedenfalls sehr. Und hatte auch immer schon ein Faible, Anerkennung und Respekt für seinen „Meister“ Ramesh Balsekar. Von diesem las ich im Jahr 2000 das Buch „Vom Bewusstsein getroffen“. Das war nichtmal zwei Jahre nach meiner eigenen „getroffen worden Erfahrung“. Und jede Seite war einfach genial, sprach mir aus tiefster Seele. Man konnte jede Seite einfach aufschlagen wie eine Tarot-Karte, jede Seite stand für sich allein mit einer Weisheit.

Balsekars Buch und jenes mit den Fotos von Anandamayi-Ma waren die einzigen beiden Bücher, denen ich im Jahr 2000 mein Herz schenkte und die mich tief berührten. Mehr noch als Ramana oder Papaji, die ich zwar auch schätze. Aber bei Balsekar wurde wirklich Advaita so dargestellt wie auch ich es empfand. Selbst kam ich ja 1998 frisch von der Osho Ecke …. – habe ihn auch nach wie vor geliebt. Aber mich dürstete ja nicht mehr nach „Erleuchtung“, sondern nach Unterstützung in der Vertiefung dieser Erfahrung.

Ein Jahr davor war ich auch schon über Nisargadatta Maharaj gestolpert, dessen Schüler Ramesh Balsekar war. Auch der hatte mich zuvor schon berührt mit seinen „I am that“ Büchern (die leider auf Deutsch verkürzt mit „Ich bin“ als Titel übersetzt wurden). Die englische Originalversion las ich während ich im Sommer 1999 in Ladakh (Klein-Tibet) war, im Himalaya, im hohen Norden von Indien. War gut, besprach diesen Aspekt der Wahrheit recht gut, und Nisargadatta war mir auch nah dadurch, dass auch er ein geweihter Nath-Yogi war, so wie ich. Also ein „Ordensbruder“. Dennoch empfand ich persönlich Balsekar für mich als noch passender zu jener Zeit.

Aber als wären das nicht schon genug Verbindungen zur Lehre von Ramesh Balsekar, hatte ich noch früher, im Frühjahr 1999 nur wenige Monate nach meinem eigenen „erwachen“ das Buch „Von der Zwiebel zur Perle“ von Satyam Nadeen verschlungen gehabt. Werner auf Besuch in Teneriffa weiterlesen

Wo bin ich?

Mal ne Einladung für ne kleine Meditation bzw Selbsterforschung:

„Wo bin ich?“

Heute morgen beim aufwachen erinnerte ich mich daran, dass ich mich als Kind, wenn ich „ganz innen“ war, also z.b. im Halbschlaf, öfter mal mit der Frage beschäftigte „wo ich überhaupt sei“. Man könnte auch sagen „wo dieses Ich zu finden sei“ in diesem Körper „da drinnen“.

Ob ich z.b. „im Kopf hinter den Augen sei“ (was ich meist dann am Ende beschloss als Antwort anzunehmen) oder ob ich nicht vielleicht im großen Zeh sei, oder in der Hand, oder in der Brust beim berühmten „Herzen“ usw usf.

Erleuchtung-Cover-Alt (Medium)
(Ursprüngliches Coverbild meines Longsellers „Erleuchtung – the real is Illusion“)

Diese „Selbsterforschung“ konnte damals nie wirklich zufriedenstellend beendet werden. Wie erwähnt, am Ende landete ich dann doch meist „im Kopf“, ‚“hinter den Augen“, weil ich mich von allen Sinnen offenbar mit dem Sehsinn am meisten identifizierte.  Aber wirklich zufrieden war ich mit dieser Antwort nie. Nur fand ich eben keine andere. Damals.

Bin ich im Körper?

Heute morgen erinnerte ich mich an diese frühe Phase der Erforschung „wo bin ich?“. Und sie konnte nicht funktionieren, denn die Grundannahme war schon total falsch, ich war da schon in der Falle: Ich dachte damals schon, als Kind, ich wäre „im Körper drinnen irgendwo“. Und suchte dort. Also am – aus jetziger Sicht – falschen Ort. Ich suchte zudem ja nach einem „persönlichen Ich“, dass es so gar nicht gibt.

Spaßeshalber hab ich heute auch gleich mal wieder geschaut (alles „Wissen“ und jede Erinnerung dabei weglassend) um zu gucken, was damals schief ging und wie man diese „Übung“ verbessern könnte.

Im ersten Schritt ging ich die verschiedenen Sinne durch. Also neben Sehsinn, auch Hörsinn, aber vor allem der Tastsinn (Körperteile spüren) half sehr schnell zu erkennen, dass die Identifikation von „Hinter den Augen“ einfach nicht zu einer befriedigenden Antwort führen kann, sobald man z.b. den großen Zeh spürt. Dennoch bin ich nicht im großen Zeh, er fühlt sich eher „bisschen weiter entfernt an“.

Aber wirklich lokalisieren konnte ich „mich“ nicht. Warum?

Der Körper ist in mir!

Erstmal: Weil ich nicht im Körper bin. Sondern der Körper in mir. Was auch immer ich ansonsten bin, und wo auch immer ich ansonsten bin: Lassen wir das mal außer Acht. Aber eins ist gewiss. Diese ganze Sucherei „Wo bin ich im Körper“ kommt schon mal zu einem Ende, wenn ich die Ausgangslage umdrehe und davon ausgehe, dass ich gar nicht IM Körper drinnen bin, sondern der Körper „in mir erscheint“.

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Letzter Insel-Satsang aus La Gomera

Da das ja schon ein besonderes Ereignis ist, kündige ich es hiermit auch im Blog an: Heute findet der LETZTE „Satsang von der Insel“ aus La Gomera statt!

Immerhin fünf Jahre gibts den „InselSatsang“ schon, mit weit mehr als 100 Einzelsendungen. Doch heute ist die letzte von allen.

Hier ein Direktlink: www.owk.eu/satsang/tv

Danach ziehen ich und meine Gefährtin um auf die Nachbarinsel Teneriffa  und werden uns dort erstmal eingewöhnen und ne neue Wohnung suchen. Dann ist erstmal „Sommerpause“, ich schätze so ca bis Mitte August.

Danach gibt es dann „Satsang von der anderen Insel“ 🙂

Interessantes Detail:

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Das Original „Insel-Satsang-Foto“ – mit Blick auf Teneriffa

Dieses Foto habe ich im Jahr 2006 zum Sonnenaufgang früh morgens vom höchsten Berg von La Gomera (den Garajonay) aufgenommen. Und es zeigt in der Entfernung die Nachbar-Insel Teneriffa. Mit dem dort höchsten Berg, dem Vulkan Teide. Der mich in seiner Form übrigens bisschen an den Arunachala erinnert.

Jo… Teneriffa war also von Anfang an mit dabei bei den Inselsatsangs 😉

Umgezogen wird Ende des Monats, bzw sind wir schon vorher „voll in Action“, es ist noch unglaublich viel zu tun, jedes Stück „Besitz“, das sich wieder angesammelt hat, ist in die Hand zu nehmen, umzudrehen, zu verschenken, per Flohmarkt zu verkaufen, oder gar wegzuschmeissen (hoffentlich wenig) …. oder im günstigsten Fall mitzunehmen (also alles, was man dann doch noch so braucht).

Wir werden Anfangs per airbnb in einer Ferienwohnung wohnen und uns dann vor Ort in Ruhe auf Wohnungssuche machen bzw gucken „was kommen mag“. Eigene Möbel haben wir ja keine, oder nur kaum, und die wenigen, die wir haben, werden einfach hergeschenkt.

Wieder mal ein neuer Lebensabschnitt. Ne neue Matrix. Der „Gomera-Edgar“ wird dabei wieder mal sterben und ein neuer „Teneriffa-Edgar“ muss dann erst langsam wieder neu geboren werden. Ich bin schon neugierig auf ihn.

Man liest sich und man sieht sich 🙂

„Hasta la vista, Baby.“ 🙂 

Retreat 2017 auf Teneriffa

Ich möchts auch gerne hier im Blog „verewigen“, das tolle Retreat dass der Werner Ablass und ich nächstes Jahr zu Pfingsten (Juni 2017) auf meiner demnächst neuen Wahlheimat, der Insel Teneriffa geben werden.

www.megaevent-werner-edgar.com

www.megaevent-werner-edgar.com

Eine Woche Mindcrash & Satsang. Wer danach nicht gecrasht oder wahlweise erleuchtet ist, ist dann…. auch nicht selber schuld *g*. Aber hat zumindest ne geile Woche mit uns verbracht in einer traumhaften Location. Freue mich da schon sehr.

Wird nur morgens und abends „Einheiten“ mit uns geben, dazwischen ist viel frei oder auch gemeinsame Unternehmungen, Wanderungen in die Berge, Ausflüge, vielleicht ne Delphinfahrt (frei lebend im Meer), Abhängen am Strand. Wird geil !

Das Zentrum, wo wir das machen, ist das Jardin Mariposa, von Petra Klein errichtet, mit mehreren Medi-Räumen, Innenbereich als auch im Freien, sogar einen kleinen Mediraum unterirdisch in einer Höhle gibts da.

Alle Infos und viele Bilder, Video usw findet man auf unserer gemeinsamen Event-Homepage: www.megaevent-werner-edgar.com

Freue mich schon sehr drauf. Vielleicht sieht man sich ja dann nächstes Jahr zu Pfingsten auf Teneriffa. Dani und ich ziehen jedenfalls in drei Wochen schon um, ganz in die Nähe des dortigen Retreat-Centers.

Finde das Ende der Zukunft

Letztlich ist spirituelle Suche eine Suche nach einem Ende. Egal wie man es dreht und wendet…. geht es um ein Ende des Leids, oder ein Ende der Sorgen, oder ein Ende des Mangels… ein Ende des „Karma-Rads“ …. ein Ende der Unwissenheit …. und ganz letztlich und wirklich ist das ja dann eher ein Ende des Wissens und damit auch ein Ende des Suchers selbst.

Und natürlich ein Ende des Suchens.

Es ist also eine Katze, die sich in den Schwanz beisst:

Die Suche ist die Suche nach dem Ende des Suchens.

Vordergründig schaut man also bissl in die falsche Richtung. Man schaut aufs „finden“, auf „etwas“, das gefunden werden soll. Man hofft auf „das Ende der Unwissenheit“, statt aufs „Ende des Wissens“. Obwohl schon Sokrates genau davon sprach. Vom Nichtwissen.

Leute wollen ewige Glückseeligkeit…. aber sie wollen sie erfahren. Als Ich. Als Ego. Als abgetrenntes Wesen. Im Schlimmsten Fall ist es sogar der Verstand, der das alles erfahren möchte. Sich eigen machen möchte.

Sie suchen nicht die Verlöschung, sondern die Selbst-Überhöhung. Überhöhung entsteht, indem man sich als „Ausnahme“ sieht, als „Ausnahme im Vergleich zu den anderen“. Letztlich ist spirituelle Suche etwas zutiefst egoistisches. „Ich will ankommen“. „Die andern sind mir eigentlich wurscht“.

Das ist nichtmal was schlechtes. Denn es ist unsere Natur. Dieser Egoismus ist „eingebaut“. Er ist wie die Suche der Pflanze nach Licht. Und ihr ist egal, wie es den Pflanzen neben ihr geht. Sie will als erste „oben“ sein…. – das gebiert allein schon der Überlebenswille.

Dennoch ist es für spirituelle Suche… nuja, nicht kontraproduktiv. Sondern letztlich ein Dilemma. Da genau der, der da „nach oben kommen will“, niemals dort ankommen wird. Da es ihn einfach nicht gibt!

Was will also gefunden werden? Das Ende der Hoffnung!

Suche das Ende der Hoffnung!
Suche das Ende der Zukunft!

Das ist viel einfacher als nur „das Jetzt“ zu finden. Denn das wirst du niemals finden. Weil es schon da ist, weil es nur „das Jetzt“ gibt. Weil auch deine Suche einfach nur „im Jetzt“ stattfindet. Im ewigen unveränderlichen Jetzt, in dem alles erscheint. Wie willst du es finden, wenn du es selbst bist.

Also ist es einfacher, das zu beenden, was dem, was schon da ist, scheinbar im Wege steht. Z.b. die Zukunft. Die unerreichbare Zukunft, die es im Jetzt niemals gibt. Die Hoffnung. Die Idee. Die Vorstellung. EINFACH STOPPEN !

Finde das Ende der Zukunft

Meine Botschaft für Heute 🙂

Und es ist ein riesiger Unterschied, ob ich schreibe „Suche das Ende der Zukunft“, oder ob ich schreibe „Finde das Ende der Zukunft“.

Es ist ein Mantra. Es ist ein Koan für den Verstand.

Finde das Ende der Zukunft. JETZT !

 

Leben in Erleuchtung (Kongress)

Roland & Ludmilla („Neti-Neti“, „Netzwerk Erleuchtung“) veranstalten Ende April / Anfang Mai einen ganz besonderen Online-Kongress:

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Leben in Erleuchtung

Der radikale Weg in die Freiheit &
die dunkle Nacht der Seele

26. April bis 7. Mai

Kostenlos & bequem von zu Hause aus dabeisein

Info & kostenlose Anmeldung


Freue mich sehr, da mit dabei zu sein und ist mir eine Ehre neben so tollen Lehrern wie: Mooji, Samarpan, OM C Parkin, Werner Ablass, Madhukar, Pyar, Padma & Torsten, Gaia, Aktu, Mariananda, Anssi, Aisha Salem, Yod, Shai Tubali, Rania, Jens Marionette, Sarla, Mari Nil, die Nestelbergers, Mari, uvm ebenfalls einen Beitrag dafür geben zu dürfen.

Mein Interview wurde ja schon aufgezeichnet und ich kann sagen, das waren wirklich tiefe weitgehende Fragen die gestellt wurden, weit auch ins Param Advaita reichend, zu Integration, zu meinen Erfahrungen mit Vertiefung und Transzendenz ….. alle Achtung, ich kann das also wirklich nur sehr empfehlen anzusehen.

Es wird am Dienstag, den 3. Mai um 20 Uhr ausgestrahlt (und bleibt dann 24 Stunden kostenlos online).

Info & kostenlose Anmeldung:
www.erleuchtungskongress.de


Inhalt:
Ludmilla & Roland stellen u.a. folgende Fragen an die Lehrer:

– Unterscheidet sich Erwachen & Erleuchtung?
– Was hat Freiheit mit Erleuchtung zu tun?
– Wie wichtig ist ein Guru?
– Gibt es eine Transformation nach dem Erwachen?
– Gibt es Karma?
– Was ist die „Dunkle Nacht der Seele“?
– Gibt es dauerhafte Glückseligkeit/Bliss?
– Was hat Erwachen mit Heilung zu tun?
– Hingabe als Weg?
– Techniken des Erwachens?
– Woher weiß ich, dass ich erwacht bin?
– Sind Traumata ein Hindernis für das Erwachen?
– Wie funktioniert „Schöpfung“?
– Erleuchtung & Gott
– Erleuchtung & Wahrheit
– Erleuchtung & Realität

Kosten? Keine!
Bequem von zu Hause aus dabei sein !

JETZT GRATIS ANMELDEN:
www.erleuchtungskongress.de

Webinar Kundalini-Tantra

Am Sonntag den 24. April 2016, gibts mein nächstes (zweites) ganztägiges Webinar „Kundalini-Tantra“:

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„Tantra ist die Vereinigung von Bewusstsein und Energie, von Geist und Körper. Erotische Energie wird dabei als Lebensenergie gesehen, die mehr und mehr erweckt wird, bis sie durch den Körper aufsteigt und sich im Gehirn mit dem Geist, der du bist, vereint. Wenn das geschieht, öffnet sich ein Tor, und du erfährst dich zugleich als das ganze eine Universum in einer kosmischen Verschmelzung von Individualität und Gott.“ (Edgar Hofer)

Nachdem mein erstes ganztägiges Webinar „Param-Advaita“ im Januar recht viel Anklang fand, gut besucht war und auch wunderschöne Feedbacks brachte, sogar zwei Facebookgruppen sich daraus gegründet haben, mache ich mit den Webinaren natürlich weiter.

Schon jahrelang nachgefragt wird von vielen, dass ich mal Aufnahmen mache meiner geführten „Vag-Yoga“-Kundalini-Meditation, die ich von meinem Nath-Guruji aus Varanasi damals bekam…. – und auch eine Yoga-Nidra-Session (yogischer Schlaf, der Körper geht schlafen, Bewusstsein bleibt wach) wurde schon ewig nachgefragt z.b. als wiederholbare Audioaufnahme.

Beides ist ja meist auch Bestandteil meiner Real-Live-Tantraseminare, und war immer recht begehrt. Und beides kommt nun z.b. als Inhalt in diesem Webinar, als per Video geführte Live-Meditation, die dann später auch beliebig oft abgespielt und wiederholt werden kann, sowohl als Video, als auch als reine Audiodatei (MP3).

Dazu gibts viel Bonusmaterial, gesammelte Edgar-Werke über nonduales Tantra und Kundalini, als PDFs und Videolinks, mein käuflich erwerbbares Buch „Kundalini-FAQ“ lege ich als eBook (PDF) als kostenlosen Bonus bei, für künftige Einzelsitzungen gibts optional (wer möchte) einen Rabatt, und Webinar Kundalini-Tantra weiterlesen

Aufwachen oder Erwachen?

“Was willst Du? Aufwachen im Traum oder Erwachen aus dem Traum?“

Das Zitat kam mir, als ich neulich wieder mal was zum Thema „Aufwachen“ gelesen habe. Und jemand schrieb, dass nun viele Menschen aus „verdrängten Wahrheiten“ „aufwachen“.

Damit sind meist solche „Wahrheiten“ gemeint, wie z.b. politische festgefahrene Systeme, oft auch diverse Verschwörungstheorien oder eben der ganz normale Wahnsinn des „modernen Lebens“ – mit seinem Leistungswahn, Jugendwahn und Schönheitswahn. Seinem Materialismus. Seiner Oberflächlichkeit.

Oder auch ein „Aufwachen“ aus festgefrorenen Gewohnheiten, nicht mehr geliebten Hobbies, Beziehungen die nicht mehr passen …

Mir kam dazu dann auch der Spruch, den ich vorher hier nun als Einzelzitat gepostet hab:

“Hinter jeder verdrängten Wahrheit lauert eine noch tiefere verdrängte Wahrheit”

Und damit meine ich: Verdrängte Wahrheiten sind halt auch nur Illusion. Teil des Traumes.

Diese ganze moderne „Aufwachbewegung“ ist ja gut und schön, und ja, manchmal klingt das auch sehr bewusst und spirituell, „endlich bin ich aufgewacht und weiss was wirklich wichtig ist“. Aufwachen oder Erwachen? weiterlesen

Unterschied Erwachen und Erleuchtung

( Wieder ein Facebook-Schnipsel, diesmal aus einem Dialog: )

Frage: „Edgar, ich war gerade bei deinem online satsang dabei. Da hast du in einem Nebensatz erwähnt, dass für dich ein Unterschied zwischen Erwachen und Erleuchtung besteht. Kannst du das bitte erläutern?“

Für die Web 3.0 Generation, die Kurzversion:

Erwachen = Bewusstsein. (bzw Leerheit)
Erleuchtung = Bewusstsein & Energie. (bzw Fülle)


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Hier nun die Langversion:

Puh, ist schon spät, und mags nicht bis morgen mitschleppen, drum versuch ichs kurz, ist aber bei dem Thema ned wirklich leicht. Da kann man auch Bücher drüber füllen. Oder man schweigt besser dazu.

Anyway: Wie jemand welche Worte gebraucht ist ja ohnehin individuell. Es kommt einfach immer drauf an, auf was Wörter zeigen. Wörter sind nie „das“. Sondern nur Zeiger.

Ich hatte selbst in der Vergangenheit Phasen, wo ich diese beiden Wörter anders gebrauchte als heute, und ich hatte auch Phasen, wo beide Wörter auf das gleiche zeigten.

Aber letztlich differenziere ich gerne die Erfahrungen die viele (nicht alle) mit „Erwachen“ meinen, als eine Erfahrung des Bewusstseins seiner Selbst, als eine Erfahrung der Leerheit, oder auch des Nichts. Erfahrung von Nicht-Ich, oder Nichtidentifikation. No-Mind. Präsenz im Jetzt. Transzendenz. Egotod. Am Ende bleibt oft „Ich bin“ oder auch „Ich bin nicht“ (gibt kein Ich; das reine Selbst) usw.

„Erleuchtung“ ist da für mich ähnlich, beinhaltet meist diese Erfahrung des „Erwachens“ (auch wenn nie wirklich jemand „erwacht“, man könnt es eher als „verlöschen“ bezeichnen, auch wieder nur Worte). Der Unterschied liegt aber für mich in der energetischen Natur dieser Erfahrung. Sich nicht nur als reines Bewusstsein zu erfahren, sondern eben auch als reine Energie. Die letztlich Nicht-Zwei sind. (Energie und Bewusstsein, Shakti und Shiva, Materie und Geist, Körper und „Ich bin“). Unterschied Erwachen und Erleuchtung weiterlesen