Verstehen

„Es“ ist nicht zu verstehen.
„Es“ kann nicht verstanden werden.
„Es“ „will“ nicht verstanden werden.

In dem Augenblick, wo man es ergreift, festhält,
damit klein macht, manifest macht, verengt…. –
es also „be-griffen“ hat….
entgleitet es und schmilzt dahin wie Vanille-Eis in der Mittags-Sonne.

Und wenn der Verstand dann endlich begreift,
dass es nicht zu begreifen ist….
sich in diese Niederlage hingibt…..
sich ergibt….

…. dann kann eventuell Verstehen geschehen.
Ohne einen Versteher.


(heute auf Facebook aus mir rausgerutscht…) 

 

Platzende Seifenblasen

seifenblase2


Kürzliche Antwort auf die Frage, warum die Erfahrung (von Erleuchtung, Erwachen, Verlöschen, Mindcrash, Vernichtigung, Einheit, Keinheit) bei jedem etwas anders aussieht:

„Der Moment wo die Seifenblase platzt, ist deshalb bei jedem anders, weil eben die platzende Seifenblase eine andere ist.“

Und im Moment des Platzens erfahren wir eben noch Teile der Seifenblase. Von unserem vorherigen spirituellen Weg geprägt. Eine Art „Erfüllung für das Ego“ könnte man auch sagen.  Ein letztes Geschenk des Seins an das Nicht-Sein. Ein letztes aufblitzen von Dualität. Ein großer Blitz, wie ein explodierender Stern in einer Super-Nova.

Der Blitz mag sich unterscheiden. Das was danach kommt, was übrig bleibt, tut es letztlich nicht. Es ist das eine Sein. Das eine Nichts. In vielen verschiedenen Formen. Wie zuvor. Nur anders. 🙂

Meer und Welle

Identifikation, Bewusstsein, Mensch, Gott …
… anhand der „Meer-Welle-Analogie“:

Berühmtes Beispiel ist ja, dass sich das Meer für eine „Welle“ hält. Das ist Identifikation. Gott (Bewusstsein, das eine Selbst) hat vergessen, dass es Gott ist, und hält sich für eine Persona, für einen Menschen.

Aber es geschieht auch das Umgekehrte:

Zuerst, im „Normalzustand“ hält sich das Meer für eine Welle.

Dann erfährt sich die Welle als ganzes Meer. „Erleuchtung“

Danach nimmt die Welle diese Erfahrung „persönlich“ und hält sich – auch als Welle – fürs ganze Meer.

… und erzählt anderen Wellen „ich bin das Meer, du bist das Meer“. Und merkt nicht, dass sie schon längst wieder „wellt“. Und „zwei“ sieht. Weil wem erzählt sie’s? Dem Meer, oder den Wellen?

😉

Klar ists ein Paradox und beides ist gleichzeitig; sobald ich aber anfange zum labern, bin ich Welle. Was okay ist, wenn mir das bewusst ist. Und „der Abstieg“ (positiv gemeint, vom Berg der Erleuchtung zurück ins Tal der Menschen) beginnt dann, wenn das Meer freudvoll beginnt „zu wellen“ 🙂 – was ja seine Natur ist und immer schon war. Es kann gar nicht anders.

Erst kommt die Welle nach Hause ins Meer.
Und dann das Meer nach Hause in die Welle.
Der Ozean fiel in den Tropfen 😉

(ein Facebook-Schnipsel von heute morgen)


Da fällt mir ein, ich hab ja ca 1999 paar englische Poems geschrieben, die diesen Prozess, durch den ich damals selbst ging, schön ausdrückten:

The Travelling

Drops are falling out
Of the ocean.
In running away
for freedom.
They have to run fast
faster then time.

After they disconnect
they are free.
The illusion
of separation.

And the ocean comes back
in search for them
fighting is postponing
the final merge.

As part of the ocean
we first don’t see
the ocean.
Hard to see
from the inside.

So we have to fall out of it.
Just to see it
from the outside.

So hard to see
We are still not free
Makes us fighting
For „being a drop“.

And when we finally fall again
We are lost forever
In the Ocean of Love
Who was just in search for himself.

_______

Coming Home

Nothing is left
In „this“.

Now the Buddha
Is coming home
To God.

He reached a freedom
Beyond God
Just for a while
To look at God.

From the outside
It looks like illusion
But there is nothing else.

Stepping beyond,
Into the vacuum
Coming back
And telling
„yes, we are alone“.
Feeling
„yes, we are all one“.

_______

The search home

While you are in the ocean
You don’t know
That everything is fine.

Someone has to tell you
„you are not free“
Just to start the search
For freedom.

When you reach freedom
Someone has to tell you
„Come home again“
Just to start the search
For love.


Die Poems finden sich in meinem Buch „Erleuchtung – the real is illusion, the illusion is real, oder: Ausbruch aus der Matrix“ aus dem Jahre 2000.

 

Traum-Ich im Traum-Körper

Und dann sitzt du da, als „das Ganze an sich“, und in dir ist da ein Körper, und du dachtest ein Leben lang, du seiest dieser Körper. Und in Wirklichkeit bist nicht du in diesem Körper, sondern dieser Körper in dir. Als ein beliebiger Traumkörper.

Und da ist kein „Ich“ mehr, und was übrig bleibt kann sich nur wundern, jemals gedacht zu haben, dieses „Ich“ zu sein. Ein „Ich“ das sterben könnte. Ein „Ich“ das kommt und auch geht. Eine vergängliche Erscheinung, innerhalb all dieser vergänglichen Erscheinung.

(aus ‚Tantrische Erleuchtung‘, von Edgar Hofer)

Das ewige Jetzt

Noch ein Facebook-Schnipsel:

„Ich irre mich praktisch nie im Datum. Weil ich meist gar nicht weiss, welches Datum überhaupt grad ist.

Einmal als mich jemand nach dem Alter meiner Töchter fragte, musste ich gegenfragen: „Welches Jahr haben wir grad?“ 🙂
(damit ichs ausrechnen konnte… – muss ich immer wieder frisch rechnen, jedes Mal)“

(Dieses „Leiden“ hab ich aber erst seit 17 Jahren… 🙂 )

Mein Job

Facebookschnipsel (über meinen „Job“) :

„Der Job ist ein Nicht-Job.
Aber der/das Einzige, was halt noch funktioniert.
Ist ja auch kein Wunder:
Ein Nicht-Job in einer Nicht-Welt. Für Nicht-Ichs.
Also für Nichts. Für was auch sonst?“

(wollt ich mir als Job-Description mal wohin pinnen 🙂 )