Meer und Welle

Identifikation, Bewusstsein, Mensch, Gott …
… anhand der „Meer-Welle-Analogie“:

Berühmtes Beispiel ist ja, dass sich das Meer für eine „Welle“ hält. Das ist Identifikation. Gott (Bewusstsein, das eine Selbst) hat vergessen, dass es Gott ist, und hält sich für eine Persona, für einen Menschen.

Aber es geschieht auch das Umgekehrte:

Zuerst, im „Normalzustand“ hält sich das Meer für eine Welle.

Dann erfährt sich die Welle als ganzes Meer. „Erleuchtung“

Danach nimmt die Welle diese Erfahrung „persönlich“ und hält sich – auch als Welle – fürs ganze Meer.

… und erzählt anderen Wellen „ich bin das Meer, du bist das Meer“. Und merkt nicht, dass sie schon längst wieder „wellt“. Und „zwei“ sieht. Weil wem erzählt sie’s? Dem Meer, oder den Wellen?

😉

Klar ists ein Paradox und beides ist gleichzeitig; sobald ich aber anfange zum labern, bin ich Welle. Was okay ist, wenn mir das bewusst ist. Und „der Abstieg“ (positiv gemeint, vom Berg der Erleuchtung zurück ins Tal der Menschen) beginnt dann, wenn das Meer freudvoll beginnt „zu wellen“ 🙂 – was ja seine Natur ist und immer schon war. Es kann gar nicht anders.

Erst kommt die Welle nach Hause ins Meer.
Und dann das Meer nach Hause in die Welle.
Der Ozean fiel in den Tropfen 😉

(ein Facebook-Schnipsel von heute morgen)


Da fällt mir ein, ich hab ja ca 1999 paar englische Poems geschrieben, die diesen Prozess, durch den ich damals selbst ging, schön ausdrückten:

The Travelling

Drops are falling out
Of the ocean.
In running away
for freedom.
They have to run fast
faster then time.

After they disconnect
they are free.
The illusion
of separation.

And the ocean comes back
in search for them
fighting is postponing
the final merge.

As part of the ocean
we first don’t see
the ocean.
Hard to see
from the inside.

So we have to fall out of it.
Just to see it
from the outside.

So hard to see
We are still not free
Makes us fighting
For „being a drop“.

And when we finally fall again
We are lost forever
In the Ocean of Love
Who was just in search for himself.

_______

Coming Home

Nothing is left
In „this“.

Now the Buddha
Is coming home
To God.

He reached a freedom
Beyond God
Just for a while
To look at God.

From the outside
It looks like illusion
But there is nothing else.

Stepping beyond,
Into the vacuum
Coming back
And telling
„yes, we are alone“.
Feeling
„yes, we are all one“.

_______

The search home

While you are in the ocean
You don’t know
That everything is fine.

Someone has to tell you
„you are not free“
Just to start the search
For freedom.

When you reach freedom
Someone has to tell you
„Come home again“
Just to start the search
For love.


Die Poems finden sich in meinem Buch „Erleuchtung – the real is illusion, the illusion is real, oder: Ausbruch aus der Matrix“ aus dem Jahre 2000.

 

Ein Buch hat sich geschrieben

Jo…. viel anders kann Ichs nicht sagen. Plötzlich war ein Buch da 🙂

Ich hatte ja sowieso vor, vor meinem kommenden Webinar zum Thema „Erwachte Beziehungen“ (und andere spirituelle Partnerschaften) bisschen Text abzuliefern. Erstens für die Teilnehmer. Als Bonus oder Einstieg. Aber auch hier im Blog.

Doch irgendwann, bei einem Onlinesatsang glaub ich wars, kontaktierte mich Anssi und meinte, was ich zu „vom brauchen zum dürfen“ sagte, war super und wäre ein Highlight. Oder es gefiel im das Zitat recht gut, ich weiß es gar nicht mehr. Jedenfalls haben wir BEIDE GLEICHZEITIG die Idee, da was gemeinsam zu schreiben.

Hier mal n Screenshot von dieser Unterhaltung:

beweis-spontan

Jo…. – womit gleich demonstriert wäre, wie „erwachte Beziehungen“ funktionieren… 🙂 😉

Man beachte: Wir hatten nicht nur gleichzeitig die selbe Idee. Sondern haben auch beide gleichzeitig exakt drei Minuten geschwiegen (aka: meditiert; verarbeitet; mit der Idee schwanger gegangen). Bevor wir dann in derselben Sekunde dieselbe Idee äußerten.

Jo. Und dann beschlossen wir, einen gemeinsamen Blogbeitrag zu machen. „Vom Brauchen zum Dürfen“. Es sollte ursprünglich einfach nur ein „Edgar featuring Anssi“ Ding werden. Und Anssi fragte mich, wie viel ich da vor hätte zu schreiben. Nuja, 2-3 Seiten vielleicht. Okay meinte er, dann macht er 1 (in Worten: EINE) A4-Seite dazu. Damit das mit dem „Featuring“ noch hinhaut und er nicht mehr schreiben würde als ich.

Gesagt getan, wartete ich auf seinen Text bzw war in dieser Zeit eh sehr beschäftigt. Werner (Ablass; mit dem ich übrigens ebenfalls eine sehr erwachte Beziehung habe; lustig, er ist wie der ältere Bruder für mich; und Anssi wie der jüngere Bruder) war in der Zwischenzeit zu Besuch bei mir auf Teneriffa. Und wir verbrachten ne intensive Woche. An Schreiben war weder vorher, noch währenddessen zu denken. Und danach hatte ich noch viel aufzuarbeiten und vorzubereiten fürs Webinar.

ebez-cover-220In der Zwischenzeit schickte Anssi irgendwann eine erste Version seines Textes mit der Anmerkung „ist bisschen länger geworden“. Ich hatte erst paar Tage später Zeit reinzugucken, las ihn, fand ihn super-gut, gab positives Feedback. Und wir erkannten, für einen Blogbeitrag wird das zu lang. Also beschlossen wir, wieder gemeinsam, dass wir n kleines eBook draus machen.

Anssi hat seinen Text dann in Ruhe reingeschrieben und nach paar Tagen kam schwupps seine endgültige Version. Haha, und nochmal doppelt so lang wie zuvor.

LOL ….   das war nun endgültig fordernd für mich. Und Ein Buch hat sich geschrieben weiterlesen

Webinar Erwachte Beziehungen

Möchte gern auch hier auf dem Blog auf mein Webinar „Erwachte Beziehungen“ hinweisen, welches Sonntag in einer Woche, also am 27. November 2016, ganztags stattfinden wird.

Genau JETZT wo ich diesen Satz tippe, startet es in 10 Tagen, 10 Stunden, 10 Minuten und 10 Sekunden 🙂 (Zufall; hab ich grad gesehen an meinem eigenen Countdown auf der Homepage 🙂 ).

Hier der Link: http://webinar.owk.eu/erwachte-beziehungen

webinar2016-beziehungenfb

Inhaltsbeschreibung findet sich auf obigem Link, da möcht ich jetzt nicht viel „Werbe-blabla“ dazu machen. Geht einfach um „spirituelle Beziehungsformen“, und Phasen, durch die man vor und nach dem „Erwachen“ halt so geht 😉 – und welche Problematiken aber auch Lösungen damit verbunden sind. Bei Interesse wirf einfach einen Blick auf meine Webinar-Seite

Die nächsten Tage werde ich als Vorbereitung und Einstimmung aufs Webinar hier im Blog auch schon paar Texte veröffentlichen, die sich mit dem Thema beschäftigen. Die sind natürlich auch völlig unabhängig zu einer Webinar-Teilnahme hier „genießbar“. 😉

Zum Abschluss möchte ich noch den Trailer zum Webinar hier teilen, mit Ausschnitten aus einem ausführlichen Interview zum Thema, dass Devasetu von Jetzt-TV mit mir dazu gehalten hat. Das komplette 90minütige Interview ist exclusiv als Bonus beim Webinar enthalten.

Alles Liebe, theEd

Blockuniversum – Zeit als Illusion

Der folgende Blogbeitrag von mir stammt Original vom 9. April 2008 von meinem damaligen Blog auf erwachen.com führte. Schon lang nicht mehr online. Da Werner heut was über das „Blockuniversum“ postete, erinnerte ich mich daran. Und will meinen alten Beitrag hiermit gerne auf meinen aktuellen Blog „rüber retten“ 😉


Vor einiger Zeit vielen Jahren habe ich einen extrem interessanten (und langen) Artikel gelesen, auf den ich hier hinweisen möchte:

Zeit ist nur eine Illusion (aus Focus-Online, Bereich Wissenschaft).

Geht über insgesamt neun Seiten, und erklärt sehr schön den momentanen Stand der Physik-Forschung, was das Universum als Ganzes betrifft.

Für mich ist das spannend, sowas zu lesen, und zu sehen, wie die Wissenschaft, vor allem die moderne Physik seit Einstein den alten mystischen Lehren immer näher kommt. In diesem Artikel wird das, für jemanden der “hinter den Vorhang” (der ‘Realität’) schauen durfte, sehr schön dargestellt. Man findet sich wieder, oder: Ich fand mich sehr wieder.

Vor allem in dem Teil, wo von “Blockuniversum” gesprochen wird, und die Zeit als “vierte Dimension” endlich derart gut erklärt wird, dass es auch ein Laie (halbwegs) verstehen kann. Eben wirklich so, als wäre die Zeit eine weitere “räumliche” Dimension, eben von “Vergangenheit in Zukunft”. So, als würde man sich eben einen “Block” vorstellen (wie z.b. eine Schachtel), und unser “Jetzt” wäre dabei nur eine Schicht, die eben vom Anfang bis zum Ende “durchwandert”. Davor nix … dahinter nix … und alles sozusagen “ewig existent und vorbestimmt.

Dieses “durchwandern” dieses Blockuniversums in einer bestimmten (Zeit-)Geschwindigkeit erzeugt eben in uns das Gefühl von “Bewegung” und “Veränderung” und eben subjektiv … “Zeit”. Aber in einem Blockuniversum existiert alles absolut … sowohl (auch “jetzt schon”) das “Gestern”, als auch jetzt schon “das Morgen”

(So gesehen ist es ziemlich einerlei, aus absoluter Sicht gesehen, ob wir nun meinen, wir würden den Planeten oder unsere “Zivilisation”, relativ gesehen, zerstören, oder ob wir meinen, wir würden etwas tun um ihn zu “retten”. Er ist *jetzt schon* zerstört – oder gerettet – und das nicht einfach nur aus mystischer Sicht, sondern aus der Sicht der modernen Physik… – und trotzdem sind alle (scheinbaren) Handlungen und die “Illusion des freien Willens” nötig, ja ebenso vorbestimmt, um eben diesen Planeten zu zerstören oder eben zu retten …).

Was mich an der Darstellung des “Blockuniversums” so erfreute und (positiv) “erschütterte” war, dass es absolut dem entsprochen hat (oder annähernd), wie ich es damals in der “Erleuchtungserfahrung” erfuhr. Eben nicht einfach nur “jetzt”, sondern ewig, immer schon, alles was jemals war und jemals sein wird. Und gleichzeitig: nichtig.

Das bestätigt natürlich und tut gut … dass diese “mystische Erfahrung” eben wirklich Mystik ist und ein Tor zu einer genauso oder noch mehr gültigen “Wirklichkeit”, und nicht nur n Aussetzer oder ne individuelle Besonderheit in irgendeinem Körper-Hirn-System mit Nähe zu “Wahn”.

Oder die Physiker sind eben genauso bescheuert und durchgeknallt wie ich, who knows. Dann ist dies aber ein seit Jahrtausenden vorkommendes “Leiden” (dass durchaus Freude erzeugt *g*).

Jedenfalls ist obiger Link ein absolut heißer Tip !!

Und dabei gehts nichtmal um Quantenphysik, denn dort beginnt der “Spuk” erst so richtig …. ein Quantenphysiker erforscht im Wesentlichen Phänomene, die früher nur im Themenkreis “Magie” bekannt waren und beschreitet bereits nonduales Terrain. Eigenes Thema – vielleicht ein andermal.

(on)theEd(ge)


Original aus owk.erwachen.com (ist im Bloguniversum nicht mehr online 😉 . Aber toll, dass der damals verlinkte tolle 9seitige Artikel auf Focus.de noch immer verfügbar ist!) 

Noch n Wikipedia-Link als Ergänzung:
https://de.wikipedia.org/wiki/Blockuniversum

Auch gut: Diese Animation

Und auch noch n Screenshot von mir „aus nostalgischen Gründen“: 😉

blockuniversum2

 

Trump

zu Trump fällt mir ein Zitat von mir ein:

„Anyway hat es passieren müssen. Es hätte gar nicht nicht passieren können. Sonst wäre es nicht passiert.“


trump-1266571_1920

Obiges schrieb ich gestern vormittag auf Facebook. Als einziges Statement zu dieser „Wahl“. Und hatte eigentlich vor, den ganzen Tag über, da auch nen Blogbeitrag dazu zu schreiben.

Dann hab ich in einer politischen Diskussion mit (Shri) Tobi mein ganzes politisches Pulver irgendwie verschossen (er ist ein glühender Clinton-Befürworter).

Schrieb dann zuerst den Blogartikel über „Nicht zu verlierende  Verleuchtungen“ …. setzte mich dann hin und wollte noch bissl „politisieren“…. – allein…. alles ist gesagt. Nichts blieb übrig.

Nicht dass ich nun ein Trump-Befürworter wäre. Aber auch kein entschiedener Gegner. Bin froh, dass ich kein Ami bin und da auch nicht zu wählen brauchte.

Und letztlich geschieht ohnehin was geschehen soll.

Ich hab da einfach das Gefühl, egal ob man das „Rechtsruck“ nennt, oder ob man das „das Ende eines maroden Systems nennt“, oder ob man der Meinung ist „ist eh alles egal, da fremdgesteuert“ (oder wahlweise „eh alles egal da alles Gott ist/das eine Selbst ist“) ….

… also egal ob man dem jetzt mit Angst begegnet, mit Begeisterung, oder mit Egalität….

… dennoch ists nun zumindest der Anschein einer Veränderung.

Ich sehe das schon so, dass sich das alte (neoliberale und globalisierende) System langsam überholt hat. Und sich wiederholt hat. Zum Beispiel in all den Kriegen, den die USA seit 45 führten. Dem zwanghaften Export amerikanischer, ähm, „Kultur“ in den ganzen Rest der Welt. Zur Not mit Waffengewalt.

Und irgendwie ist das eine Ironie der Geschichte, dass der von mir vor acht Jahren glühend verehrte Obama so rein gar nix auf die Reihe bekommen hat von all seinen „Yes we can“ Versprechungen. Die doch nur Versprechungen waren, wie eben immer schon in der Politik. „No, you couldn’t“ war die Antwort. Leider.

(„Yes we can“ war übrigens geklaut vom „Si se puede“ Slogan aus den 70er-Jahren, von hispanischen Landarbeitern in USA) .

Donald the Ronald?

Wie wird es bei Trump sein, der genau von politisch Gegenüber startet? Vielleicht genau so. Vielleicht wird auch da das „we will make America great again“ einfach nur ein Werbeschlachtruf bleiben. Vielleicht macht er ja nur sein eigenes Konto „great again“.

Vielleicht auch nicht. Vielleicht überrascht er genauso wie damals Ronald Reagan, den auch keiner ernst nahm als er gewählt wurde. Was ihm ebenfalls niemand zutraute. (Und ist jetzt nicht so, dass ich den mega gut finden würde, ehrlich; er ist ja einer der Väter des mir unliebsamen Neo-Liberalismus).

Entweder gelingt ihm was, dann ists gut. Oder es gelingt ihm nix. Dann ists auch gut. Weil dann hatte diese „Bewegung“ in USA zumindest ihre Chance und „durfte scheitern“. Halt auch mal im Sandkasten mitspielen. Es ist halt ein Zeichen der Zeit, es geht in die Richtung. Überall. Egal ob man das nun gut oder schlecht findet.

Ich geh ehrlich gesagt ja prinzipiell sowieso eher nach Sympathie. Trump ist mir jetzt nicht sooo sonderlich sympathisch. Aber Clinton wars auch nicht. Wie die sich gefreut hat über den Tod von Gaddafi, als hätt ihre Lieblingsmannschaft im Basketball den Korb getroffen („Strike“) war echt menschenverachtend. Da verging mir ehrlich gesagt was Clinton betraf alles. Da empfand ich dieses (angeblich) frauenverachtende Machogehabe von Trump im Vergleich…. nun ja, nicht als harmlos; und sexistisch sicherlich. Aber dennoch: Sich so über das Abschlachten eines Menschen freuen zu können, ich konnte damals echt nicht glauben, dass das wirklich war. Und prüfte dreimal die Authentizität des Videos (von Clinton über Gaddafis Tod). (Wers nicht kennt, hier ein Link)

Tja, und nach Sympathie wär mir der Arnie zur Zeit der liebste Republikaner. Und die Michelle Obama die liebste Demokratin. Das wärs gewesen. Einer der Beiden. Ist ohnehin alles nur Show. Egal von welcher Seite. Aber der eine darf nicht. Und für die andere wars zu früh und wär ein Antreten in 4 oder 8 Jahren nur ne Wiederholung der Clinton-Farce.

Also mal gucken. Vielleicht kommen ja jetzt USA und Rußland wieder näher zusammen. Würd ich mir irgendwie wünschen. Zum Beispiel dann endlich vereint gegen den IS und den internationalen Islamismus. Wer weiß. Dass nu die Welt untergeht…. ne…. kann ich mir nicht vorstellen. Dazu ist Trump zu sehr Kapitalist. Der bombt sich nicht die Schäfchen weg, so blöd ist er nicht.

Die Welt dreht sich weiter. Es geschieht das, was ohnehin geschehen wäre. Es gibt kein „wenn“. Es gibt kein „wäre“. Es gibt nur das, was ist.

Gratulieren brauche ich Gottseidank niemandem zu seinem Sieg. So populär und wichtig bin ich nicht. Und irgendwie…. ein bisschen seh ich schon den Trump auch als Handlanger von Shiva. Ob ers weiss oder nicht. Aber wenn ein System am Ende ist, und was neues kommen soll… dann sind Gottes Wege einfach unergründlich. Aber gründlich. Und auch ein Trump dann nur ein Werkzeug. Ein Erfüllungsgehilfe. Nicht mehr. Nicht weniger.

Kann man aus der Erleuchtung herausfallen?

Diese Frage wird ja relativ häufig gestellt: Ob man „aus der Erleuchtung wieder herausfallen kann“. Ob es sowas wie einen „Ego-Return“ gibt.

Und es gab auch schon den ein oder anderen Satsanglehrer (oder -LehrerIn), die von sich ebensolches behauptete und öffentlich „demütig zugab“.

Da frag ich mich dann schon, was diese jenigen überhaupt erfahren haben. Wenn sie meinen, „aus der Erleuchtung rausgefallen zu sein“. Was das dann überhaupt war, wo man einfach so „raus und reinfallen kann“.

Und ja, natürlich, alles wo man reinfallen kann…. ist ein Reinfall. Da kann man auch wieder rausfallen. Logisch. Doch dann war es nicht „das“.

Erleuchtung ist nichts, was einem, vor allem einer Person, geschehen würde. „Zack, und dann wäre sie erleuchtet“. Und vorher wäre sie „unerleuchtet“. Das ist letztlich Unsinn.

Der ganze Kosmos ist schon immer erleuchtet, es gibt nur Erleuchtung. Ist die eine legitime Sicht. Oder „es gibt keine Erleuchtung“ – ist die andere legitime Sicht. Aber dieses „Rein und Raus“ ist einfach nur Unsinn. Man kann einen Zustand natürlich für „Erleuchtung“ halten, aber dann hat man nicht verstanden, was Erleuchtung überhaupt ist. Das ist kein „Zustand“, in den man rein und rausfallen kann. Sondern das ist der Urgrund allen Seins.

Und das, genau DAS, hat man eben erkannt oder nicht erkannt. Bzw hat man sich eben als dieses „eine ewige Universum erkannt“, oder eben nicht. Es vielleicht „Gott“ genannt. Oder „das eine Selbst“. Oder meinetwegen „Nirvana“. Das kann man nicht „werden“. Und somit auch nicht „verlieren“. Man kann nur erkennen, dass man es immer schon war und immer sein wird. Und nicht nur man selbst, sondern gilt dies gleichzeitig für ALLE. Für alles und jeden. Selbst für den letzten Furz. Selbst für den Staub auf der Strasse. Selbst für den Sand der Wüste. Das Feuer des Vulkan. Das Nichts zwischen den Sternen.

Und ähnlich ist es mit dem „Ego“. Eigentlich ja nur das lateinische Wort für „Ich“. Bzw im negativ gebrauchten Sinne ein anderes Wort für „Persona“. Für „Maske“. Für die „Verwechslung“. Für den „Schein“ (statt das Sein). Für etwas, das aus einer bestimmten Betrachtung gar nicht existiert. Und auch das ist Teil dieser „Erfahrung Erleuchtung“: Zu erkennen, dass es nie ein Ego gab. Nie ein getrenntes persönliches privates individuelles „Ich“ gab. Und nie geben wird.

Wie soll ein Phantom „returnen“ ??

Bestenfalls, klar, kann die Maske zurückkehren. Die kehrt sogar letztlich in dem Augenblick zurück, wo erkannt wurde, dass „hinter der Maske keiner ist“. Dass es letztlich immer nur die Maske war, die vorgab, eine scheinbare Persönlichkeit zu sein. Ein authentisches „Wesen“ zu sein. Dabei gibt es nur authentisches Sein. Aber letztlich ohne individuelles „Wesen“. Die Maske kehrt dann gerne zurück. Das Nichts kleidet sich immer schon mit einer Maske. Mit der Maske des Seins, sozusagen.

Was soll dabei also „returnen“? Das Gefühl eines „Ichs“? Der Gedanke eines „Ichs“? Der scheinbare individuelle „Wille“ ?

In Wirklichkeit ist dieses wieder annehmen einer scheinbaren Individualität nichts anderes als „der gewöhnliche Zustand“, als Mensch, von dem auch Ramana sprach.

Nichts anderes als „Sahaja-Samadhi“, wo das Absolute und das Relative eins werden, wo Gott und Mensch sich in einem die Hand geben. Wo die Menschwerdung Gottes geschieht. Das volle Annehmen des Mensch-Seins. Das einfache Sein als höchster Zustand.

Ist nichts anderes als das, was Osho meinte, mit „beyond Enlightenment“, zurückkommen als Freund. Auf Augenhöhe. Die Gururolle und Guru-Identifikation ablegend.

Nichts anders als Aurobindo meinte mit „bringing it down to earth“. Den Himmel „runterbringen“ in die Welt. Das integrale Menschsein annehmen. Da gehts nicht darum, das „Spirituelle ins Mensch-Sein“ zu integrieren, sondern darum, das „Mensch-Sein“ voll anzunehmen und „ins Spirituelle zu integrieren“.

Nichts anderes als Bodhisattva-Tum. Die Rückkehr auf die Bühne des Lebens, sich zur Verfügung stellend. „Dem“. (Dem Leben an sich; dem Sein an sich). Der einzige „Job“ den es „danach“ geben kann.

Und auch nichts anderes als was Jesus als „Wiederauferstehung“ geschah. Das Menschsein, die Fleischwerdung Gottes. Die Wiederauferstehung des Ichs! *Bamm* – Zurück auf die Bühne. Das volle pralle Leben. Und auch die Zweifel „Vater warum hast du mich verlassen“.

Und dann reden manche von „Ego-Return“. Wie blind muss man sein ???? Ich kann nur hoffen und annehmen, dass jene, denen so ein „Ego“ returned ist, oder die von der „Erleuchtung wieder verlassen wurden“, einfach gar nicht wissen, wovon sie sprechen. Die einfach irgendeinen der vielen schönen meditativen Zustände mit „dem“ verwechselt haben… – vielleicht ne kleine Portion Ich-Losigkeit. Und da Zustände eben kommen und gehen, nuja, müssen jene dann eben nachtrauern, dem, was „jetzt nicht mehr ist“. Aber angeblich „anders sein sollte als es ist“.

Letztlich eine einzige Blasphemie an Allem. An der Intelligenz des Kosmos. An der Heiligkeit allen Seins. An der Absolutheit des Einen.

Für mich bin ich dankbar, unendlich dankbar, mich nie an irgendwelchen solchen Zuständen aufgehalten zu haben. Weitergegangen (worden) zu sein. Das Eine, dass ich ohnehin immer schon war, hat mich in den 18 Jahren seit es mich verschlang, nie mehr losgelassen. Und das Keine, das ich bin, ist unveränderlich Nichts. Da kann nichts dazukommen, und auch nichts wegfallen.

Und das Menschsein ist das Allerhöchste was es gibt.

Aber das erkennt man erst, wenn  man vom Berg wieder runtergekommen ist. Solange man bergauf geht, geht man halt bergauf. Und denkt, dass alle die einem entgegenkommen, „in die falsche Richtung“ gehen.

Man will dann immer noch verbessern, erreichen und Champion sein. Und den Menschen, diese wunderbare Schöpfung, „verbessern“. Weil man in Wahrheit alles Menschliche für zu gewöhnlich hält oder gar verachtet. Und das, nur das, sind die luziferianischen Tendenzen des „spirituellen Egos‘. Wo es darum geht, etwas erreichen zu wollen. Besser zu sein. Erster zu sein. Es besser zu wissen als Gott selbst.

Lass dich einfach verschlingen. Mit Haut und Haaren. Und lass vor allem jede „Erleuchtung“ los, die du „verlieren“ könntest. Du kannst sie ohnehin nie „besitzen“. Sondern sie besitzt dich. Von Anfang bis zum Ende. Du kannst es nie nicht sein.

Edgar only (grau-klein)

 

 


edgarerleuchtungkongress1-320

HEUTE beim Erleuchtungs-Online-Kongress: Das Interview welches Roland & Ludmilla mit mir führten :
http://erleuchtung.at/kongress

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