Unterschied Erwachen und Erleuchtung

( Wieder ein Facebook-Schnipsel, diesmal aus einem Dialog: )

Frage: „Edgar, ich war gerade bei deinem online satsang dabei. Da hast du in einem Nebensatz erwähnt, dass für dich ein Unterschied zwischen Erwachen und Erleuchtung besteht. Kannst du das bitte erläutern?“

Für die Web 3.0 Generation, die Kurzversion:

Erwachen = Bewusstsein. (bzw Leerheit)
Erleuchtung = Bewusstsein & Energie. (bzw Fülle)


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Hier nun die Langversion:

Puh, ist schon spät, und mags nicht bis morgen mitschleppen, drum versuch ichs kurz, ist aber bei dem Thema ned wirklich leicht. Da kann man auch Bücher drüber füllen. Oder man schweigt besser dazu.

Anyway: Wie jemand welche Worte gebraucht ist ja ohnehin individuell. Es kommt einfach immer drauf an, auf was Wörter zeigen. Wörter sind nie „das“. Sondern nur Zeiger.

Ich hatte selbst in der Vergangenheit Phasen, wo ich diese beiden Wörter anders gebrauchte als heute, und ich hatte auch Phasen, wo beide Wörter auf das gleiche zeigten.

Aber letztlich differenziere ich gerne die Erfahrungen die viele (nicht alle) mit „Erwachen“ meinen, als eine Erfahrung des Bewusstseins seiner Selbst, als eine Erfahrung der Leerheit, oder auch des Nichts. Erfahrung von Nicht-Ich, oder Nichtidentifikation. No-Mind. Präsenz im Jetzt. Transzendenz. Egotod. Am Ende bleibt oft „Ich bin“ oder auch „Ich bin nicht“ (gibt kein Ich; das reine Selbst) usw.

„Erleuchtung“ ist da für mich ähnlich, beinhaltet meist diese Erfahrung des „Erwachens“ (auch wenn nie wirklich jemand „erwacht“, man könnt es eher als „verlöschen“ bezeichnen, auch wieder nur Worte). Der Unterschied liegt aber für mich in der energetischen Natur dieser Erfahrung. Sich nicht nur als reines Bewusstsein zu erfahren, sondern eben auch als reine Energie. Die letztlich Nicht-Zwei sind. (Energie und Bewusstsein, Shakti und Shiva, Materie und Geist, Körper und „Ich bin“). Unterschied Erwachen und Erleuchtung weiterlesen

Karma

„Kann es Karma geben, wenn es doch keinen freien Willen gibt?“

Karma gibt es aus absoluter Sicht natürlich nicht, das ist klar. Aus relativer aber sehr wohl. Da mach ICH mir z.b. einen Kaffee und kann ihn DANN trinken. Da schreib ICH einen Beitrag in Facebook oder auf einem blog und kann ihn DANN abschicken.

Dass das alles letztlich Illusion ist, ist unbestritten. Aber INNERHALB dieser Illusion scheint die Welt eben genau so zu funktionieren. Ich reserviere einen Tisch und bekomme (scheinbar) „deshalb“ dann dort einen Platz am Abend. Natürlich ist das nur „scheinbar“. Reserviere ich aber keinen, dann bekomm ich mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auch keinen Platz.

Diesen Unterschied zwischen Absolutem und Relativem verstehen viele nicht. Und neigen dann zu Ebenenverwechslungen, wo es dann schnell so weit gehen kann, dass dann z.b. alle Mörder freigesprochen werden sollen, weil „gibt ja keinen Täter“.

Natürlich werden und sind sie „aus höchster Sicht“ immer schon „freigesprochen“; bzw gibt es sie gar nicht als einzelne Entitäten; aber hier, in diesem Spiel des Seins spielt es sich eben so, wie es sich eben spielt! Und zu einem Mörderspiel gehört z.b. auch ein FangenSpiel und ein Verurteilt-werden-Spiel und ein eingesperrt-werden-Spiel. THATS KARMA 😉  – und geschieht innerhalb dieses Spiels, als Handlungsstrang, und nicht *als* dieses Ganze. Nicht dem, der du wirklich bist. Aber sehr wohl der scheinbaren Person und dem hier lebenden Bodymind-Organismus.

Relatives und Absolutes sind Nicht-Zwei, aus absoluter Sicht. Aus relativer Sicht erscheinen sie aber eben als Zwei. Sonst würds „Einheit“ heissen und nicht „Nicht-Zweiheit“. Im Relativen erscheinen Yin und Yang und tun so, als hätten sie einen Bezug zueinander. Eine Beziehung, ein Wechselspiel. In diesem Wechselspiel geschieht auch „Karma“. Aus dem Absoluten betrachtet ist all das einfach nur das eine ewige Tao.

Edgar only (grau-klein)

 

 

Glauben und Nicht-Wissen

„Lässt sich ein Glauben ändern, erlernen, kreieren, vertiefen?“

Klar lässt sich Glaube „ändern, erlernen, kreiieren und vertiefen“, warum nicht. Die Frage ist eher ob es dir was nützt. Denn „Glauben heisst nix wissen“. Dann doch eher gleich direkt mit diesem Nicht-Wissen sein.

Das Nicht-Wissen wird dann zur Basis. Für alles. In dem du das Gefäss (dich selbst) leerst, wird es empfänglich für alles. Leere ist Vorraussetzung für Fülle. Und dann die Fülle nicht festhalten. Dann fliesst sie einfach nur durch.

Es ist das Beste, was dir geschehen kann, wenn du allen Glauben loslässt, „opferst“, und dich dem, was jetzt schon ist, immer ist, nämlich Nicht-Wissen, voll und ganz hingibst. Denn das ist jetzt schon wahr und wird immer wahr sein. Hat schon Sokrates gewusst… 😉

Tatsache ist: Ich z.b. „weiss“ überhaupt nichts. Null, nada, gar nix. Und Glaube ist nur ne Unterhaltungsshow im Gehirn. Nicht dass ich diese nicht hätte, aber sie ist völlig austauschbar. Letztlich ohne Bedeutung.

Und ja, „Glaube mag Berge versetzen“ und auch „Realitäten kreieren“. Das sind aber alles nur Luftschlösser. Fata Morganas. Du lebst besser und „echter“ ohne solche Selbsthypnosen die eine „Wahrheit“ vorgaukeln, die niemals absolut ist.

Edgar only (grau-klein)

 

 

Das ewige Jetzt

Noch ein Facebook-Schnipsel:

„Ich irre mich praktisch nie im Datum. Weil ich meist gar nicht weiss, welches Datum überhaupt grad ist.

Einmal als mich jemand nach dem Alter meiner Töchter fragte, musste ich gegenfragen: „Welches Jahr haben wir grad?“ 🙂
(damit ichs ausrechnen konnte… – muss ich immer wieder frisch rechnen, jedes Mal)“

(Dieses „Leiden“ hab ich aber erst seit 17 Jahren… 🙂 )

Brüssel & die Sache mit dem Terror

Angesichts der Sache in Brüssel… pffhh…. – wir leben in Europa nun in Kriegszeiten. Ist einfach so. Wobei man das ja letztlich „Bürgerkrieg“ nennen muss, weil die, die die Anschläge machen, sind ja oft schon in zweiter oder dritter Generation da.

Dennoch: Meine Partnerin hat kürzlich eine Statistik gelesen, dass wir dennoch in einer der friedlichsten Zeiten leben. Wir nehmen nur das, was geschieht, viel mehr wahr, als früher. Vor allem auch durchs Internet. Die Welt rückte zusammen, alles wurde „näher“.

Als ich ein Kind war z.b., in den 70ern, gabs auch dauernd, wirklich dauernd Anschläge. Die PLO in Palästina mit ihren Flugzeugentführungen. In Nordspanien die ETA. Die RAF in Deutschland. Die roten Brigaden in Italien. In Irland die IRA.

Siehe auch: http://www.sueddeutsche.de/politik/terrorismus-wer-die-welt-terrorisiert-1.2743880

Mehr als 2700 Terrorgruppen waren in den vergangenen 45 Jahren aktiv. Unsere interaktive Karte zeigt, wie die Gewalt die Welt von 1970 an in Atem hält – und wer besonders darunter leidet.

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Quelle: (9+) Karte: Wo Terroristen seit 1970 Attentate verüben – Politik – Süddeutsche.de

Und auch Krieg gabs damals schon überall auf der Welt, vor allem in Nahost. Die Lage USA-UDSSR war beängstigend (drohender Atomkrieg). Die politische Lage in Südamerika schlimm (mehrere Diktaturen). China war ein abgeschottetes Bollwerk. Osteuropa unterdrückt und hinter einem Zaun. Deutschland gespalten. Der Jugoslawienkrieg mit vielen Toten, direkt vor Österreichs Grenzen war noch zeitlich weit in der Zukunft.

Also letztlich leben „wir“ (als Erdbevölkerung und auch als Europa) eh dauernd „im Krieg“. Und persönlich die meisten wohl wiederum praktisch gar nicht (sondern lesen das nur im Internet, oder in der Zeitung, oder hören es in den Nachrichten, aber es geschieht üblicherweise jenseits unseres persönlichen Bewusstseinshorizonts, zumindest in Europa; noch; meist. ).

Ich sag nu aber nicht wie manche „Esos“: „lest keine Zeitung, guckt keine Nachrichten, schaut nicht ins Internet“. Das kann man schon machen, also weggucken, klar, nix dagegen. Aber wenn man „teilnimmt“ am „Weltgeschehen“, und sich dafür interessiert, was „in der oneness“ sonst noch so geschieht…. – dann könnt ma auch einfach sagen „es rückt nun alles viel mehr ins Licht des Bewusstseins als früher“. Und vielleicht hat das ja auch transformative Aspekte. Das wär mal so die Hoffnung. Irgendwann. Weils irgendwann einfach reicht. Jedem. Sofern er nicht den Kopf in die eigene private Sandkiste steckt.

Spooky KRIYAS-Freakshow (yogische Körperphänomene)

Ich dachte, ich teil mal was ‚Spukiges‘:

Eine Kundalini-Kriyas-Freak-Show 🙂

Im Kriya-Yoga nennt man ‚Kriyas‘ elektrische Muskelentspannungen, während die Kundalini-Energie „arbeitet“ und z.b. alte Blockaden oder Traumatas löst und heilt.

Hier gestern meine Wade gefilmt hab (3 Minuten lang):

Geschieht von Selbst, wird nicht bewusst „getan“. Die Muskeln sind dabei in Tiefenentspannung. Normalerweise ists eher ein Zittern und Zucken und dauert nur paar Sekunden. In diesem Fall ists aber nicht so sehr „Entladung“ von Energie, sondern eher ein „selbständiges Arbeiten“ der Muskelfasern während tiefer Entspannung. Hab ich erst seit, hm, 1-2 Jahren zirka, also viele Jahre nach Kundalini-Auslösung. Manchmal nach intensivem Sport, oder eben wie in diesem Fall bei Tiefenentspannung am frühen Morgen nach dem Schlaf.

Ich dacht mir, ich films mal – schaut schon sehr „spooky“ aus, vor allem wenn mans an sich selber sieht, wirkt das fast wie bei „Alien“ *gg* 🙂 – körperlich spüren tu ich dabei *gar nix*, würds nichtmal bemerken, wenn ich nicht zufällig hinschau.

Körperliche Phänomene und Transformationen

Da ich einige andere „körperliche Wandlungsphänomene“ auch bemerke, manche seit Jahren, geh ich davon aus, dass das normal und okay ist. Stören tuts mich nicht. Obschon „normale Kriyas“ eben anders sind, mehr spürbar, exstatisch meist, und nur paar wenige Sekunden andauern. Aber die hatte ich seinerzeit VOR dem „Kundalini-Aufstieg“ …. diese obig gezeigten Phänomene bemerk ich aber erst ca 1-2 Jahre…. – zur selben Zeit als das „Gähn-Yoga“ (samt Skelett-Spreizungen) über mich kam, und sich auch mein Traumleben stark änderte (ups, darüber wollt ich ja irgendwann noch ausführlicher schreiben; hatte noch nicht die Muße dazu).

Kann aber auch sein, dass es mit Kundalini auch gar nicht sooo viel zu tun hat. Ich trenn das eigentlich auch gar nicht mehr, Körper, Energie… alles eins. Und was sich da tut sind halt allerlei Phänomene, die man letztlich gar nicht so stark beachtet. Kommen und Gehen. Und manchmal gibts auch ne normal „weltliche“ Erklärung.

Ich hatte auch schon (gutartige) Geschwüre die kamen (und gingen). Oder höre seit 1998, seit „der Erfahrung der Nichterfahrung“ praktisch permanent den inneren Ton, im Yoga ist das eben „OM“, der heilige kosmische Klang des Universum. Die Ur-Schwingung. „Am Anfang war der Klang“ (das „Wort Gottes“). Spooky KRIYAS-Freakshow (yogische Körperphänomene) weiterlesen