3*7 – Das kosmische Herz

Voa 21 Joa hots mi daglengt gauns heftig
erwischt, valeuchtet und wieda ausgspuckt.
Hots mi gekillt mit an kräftign Stoss von tiaf drinnan
gegen die Schädeldeckn mit an mächtigen Wumms.

Aus die Maus und aus a da Edga
Übrig bliebn is nua bewusstes All
des All oba woa vom Nichts durchdrunga
ois wärs goa ned do und nur a Tram.

Und eigentli hätts afoch aus sei kenna
hob mi gwundert das daun nu a körpa erscheint
mi verbeugt voa dem Wunder und kniat voa de Sterne
und glaubt ob jetzt hob i gaunz afoch nua frei.

Nix do, noch boa kosmische Urlaubstog hot se
des Ding do docht jetzt geht’s richtig east los
seither wird des Ding do durchkocht wia a Knedl
und waundlt sie waundlnd im waundln’dn Sei.

Eascht laung afoch zuagschaut und g’atmet und g’spiat
daun nu amoi g’stuabn im grossn schwoazn Loch
zruckkumma, aufgstaundn vom tiafsten der Tode
und Edga woa Mensch unds Lebn voi echt.

Seither spüd die Mätschik ihr magisches Spü
Zugleich ollas sei und doch nix dafo
A menschliches Kind wos daun laungsam erwochst
und leant wos es haast afoch Mensch zu sei.

Dreimoi die Sieben hob i jetza duach
drei göttliche Zyklen gaunz laungsaum durchschrittn:
De Erdung, de Lust und den göttlichen Wülln
erfoan und erspürt, durchlebt und vadaut.

De große Spirale bewusst duachschreitn
sich umbaun lossn in Hingabe echt
des is hoit des wos daun ebm nochher so kummt
ob jetzt Zyklus Via, sieben Joa jetz im Heaz.

Is vagleichboa mit fria und doch auch gauns aundas
geht um Integration des menschlichen Spüls
a Linie geht dabei von untn noch obn
de aundre grod umkeat kummt east laungsaum untn au.

I wünsch jetzta mia und uns ollen des Beste
egal wia da Tram jetzt a weita valäuft
des Heaz is bereit s’gaunze Sein zu durchdringa
de Einlodung steht fia de eiganan Leit.

Und afoch do sei is genug.


^ wollt mal was in österreichischer Mundart schreiben.
Hier im Anschluss die (naturgemäß etwas holprige) …

Deutsche Übersetzung: 😉

Vor 21 Jahren hats mich ganz heftig erwischt
erwischt, verleuchtet und wieder ausgespuckt.
Hats mich gekillt mit einem kräftigen Stoss von tief drinnen
gegen die Schädeldecke mit einer mächtigen Explosion. 

Aus die Maus und aus auch der Edgar
Übrig geblieben ist nur bewusstes All
das All aber war vom Nichts durchdrungen
als wärs gar nicht existent und nur ein Traum.

Und eigentlich hätte es einfach aus sein können
hab mich gewundert das dann noch ein Körper erscheint
mich verbeugt vor dem Wunder und gekniet vor den Sternen
und geglaubt ab jetzt hätt ich ganz einfach nur frei.

Nichts da – nach paar kosmischen Urlaubstagen hat sich
das Ding hier gedacht jetzt geht’s erst richtig los
seither wird das Ding hier durchgekocht wie ein Kloß
und wandelt sich wandelnd im wandelnden Sein.

Zuerst lang einfach zugeschaut und geatmet und gespürt
dann noch einmal gestorben im großen schwarzen Loch
zurückgekommen, auferstanden vom tiefsten der Tode
und Edgar war Mensch und das Leben voll echt.

Seither spielt die Magie ihr magisches Spiel
Zugleich alles sein und doch nichts davon
Ein menschliches Kind welches langsam erwächst
und lernt was es heisst einfach Mensch zu sein.

Dreimal die Sieben hab ich jetzt durch
drei göttliche Zyklen ganz langsam durchschritten:
Die Erdung, die Lust und den göttlichen Willen
erfahren und erspürt, durchlebt und verdaut.

Die große Spirale bewusst durchschreiten
sich umbaun lassen in wahrer Hingabe
das ist halt das was dann eben nachher so kommt
ab jetzt Zyklus Vier, sieben Jahre im Herz.

Ist vergleichbar mit früher und doch auch ganz anders
geht um Integration des menschlichen Spiels
eine Linie geht dabei von unten nach oben
die Andere gerade umgekehrt kommt erst langsam unten an.

Ich wünsche jetzt mir und uns allen das Beste
Egal wie der Traum jetzt auch weiter verläuft
das Herz ist bereit das ganze Sein zu durchdringen
die Einladung steht für die eigenen Leut’.

Und einfach da sein ist genug.


Paar Worte zum Herz-Chakra

Ich bin ja auch Nath-Yogi und als solcher denk ich schon immer noch gern in “Chakren”: ich liebe dieses Konzept, denn es bildet vieles ab, was ich eben genau so erfahre. Zwar ist das meist nicht das, was man so normalerweise darüber “lernt”, aber das, was mir scheint da eben auch ursprünglich gemeint gewesen zu sein:

Die Durchwanderung von Bewusstseinszuständen, oder besser “Seinsarten”. Eigentlich ein frühes evolutionäres psychologisches Erklärungsmodell dessen “was Mensch ist” und “wie Kosmos funktioniert”, bzw auf welche Weise die kosmische Melodie auf der inneren göttlichen Flöte der Wirbelsäule eben gespielt wird. Die Fäden an denen die Marionette sozusagen hängt.

Vieles dazu hab ich ja in meinen Kundalini-Büchern geschrieben, also vor allem dem “Kundalini – das Erbe der Nath“-Buch, aus dem Jahre 2003. Drum will ichs hier nicht nochmal genauer ausführen.

Was mir aber ebenfalls eigen ist, ist die tiefe Verbundenheit mit den Siebener-Zyklen in diesem Edgar-Leben, das sehe ich recht deutlich. Also dieses (buddhistische) Konzept, dass jeweils sieben Jahre im menschlichen Leben einen Zyklus ergeben. Und da haben wir auch wieder die sieben Chakren. Und natürlich auch die naturwissenschaftliche Erkenntnis, dass sich offenbar alle menschlichen Zellen im Schnitt nach jeweils sieben Jahre komplett erneuern. Man also nach sieben Jahren in einem komplett neuen Körper ist (dennoch “altert” der Gesamtorganismus durch Verschleiss, Krankheit, Ablagerungen, Umwelt; aber die einzelnen Zellen werden immer wieder erneuert und ausgetauscht).

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Der Dialog

E.Brain & M.Feeling (Text aus 1996)

Anfang Oktober hab ich zufällig in den endlosen Weiten des Internets eine textliche Antiquität gefunden: Edgars Selbstgespräche anno 1996. Also ganze zwei Jahre bevor sich die beiden, die da miteinander sprachen dann endgültig “vermählt” haben (man könnte auch sagen “meine beiden Gehirnhälften”).

Ein Text vom “alten” Edgar, der damals grad ja voll der Sucher war. Und er spricht da mit sich selbst, als Zwiegespräch zwischen “Verstand und Gefühl”, über die Zukunft von Internet und Cyberspace, von der Evolution der Menschheit, über den Sinn von Erleuchtung usw usf ….. – echt krass!

Hab mich tatsächlich NULL mehr erinnern können, dass ich das damals vor 23 Jahren geschrieben habe. Und jetzt das erste Mal seit damals wieder drauf gestossen bin. Bin echt fasziniert, wie nah ich da intellektuell schon an vielen “Teilen der Wahrheit” dran war. Und wie krass ich formuliert habe. Wie ich da so drauf war.

Und auch, wie sehr ich da den Extrem-Suchern gleiche, vor allem jenen, die es mit dem Verstand schon teils verstanden haben, aber sich dann doch auch selbst im Wege stehen.

Echt berührend für mich, diese Begegnung mit dem alten Edgar. Und wie er krass um Wahrheit ringt. Mindfuck halt… 😂

Und das Ende auch cool, offenes Ende als Einladung an die Zukunft. Vielleicht schreib ich demnächst eine Fortsetzung, würd mich schon jucken… vielleicht als (langer) Blog, oder als (kurzes) eBook. Mal gucken. 

Jedenfalls ein Relikt vom alten Edgar, das schön zeigt, wie und wer er war … und wie er damals so schrieb. Möchte das gern also auch hier im Blog veröffentlichen. Schön aufbereitet von Manfredo (*danke*) als Yumpu-Büchlein online zu lesen, kostenlos.

Viel Spass bei diesem “antiquarischen Mindfuck” aus meinem “Past Life”: 

Tip: in der rechten Ecke auf "Vollbild" klicken... ^^^

Alternativ eBook extern öffnen
Für Puristen: Zum Originaltext im WebArchiv, aus 1996


Kurze Nachbetrachtung:

Vielleicht erkennt sich ja der eine oder andere Sucher drin, oder ehemalige Sucher. Oder auch ein sich als “gefunden” wähnender 😛 – also mir gings definitiv so; ich hab mich schon immer als “erwacht” gesehen und auch gefühlt.

Selbst als ich, so wie damals 1996 noch absolut keine Ahnung hatte, was das tatsächlich bedeutet. Was Stille sein soll. Oder “No Mind”. Und dass in Wirklichkeit hier einfach nur zwei Arten von “Mind” miteinander gesprochen habe, die zweite hat sich zwar “Feeling” genannt, und für “Feeling” gehalten. War aber von wirklichem Feeling so weit entfernt wie die Erde vom Mond. Muss man halt schon klar sagen. War halt einfach letztlich nur mein männlicher und mein weiblicher “Mind”. Yin und Yang. Aber vom ewigen Tao noch lang keine Spur … 🙂

Also ja, juckt mich schon, da bald ne Fortsetzung dazu zu schreiben, mit *verEINter* Kraft… 🙂 😎 

Trotzdem fühle ich sehr viel Liebe für diesen alten (jungen) Edgar. Für dieses um Wahrheit ringende Kind. Es erinnert mich daran, sozusagen aus allererster Hand, wie das so ist… “vorher”. Diesen subtilen Split vergisst man “danach” ja wirklich völlig. 

All my Love

Erwachen

Wenn sich der Geist verabschieden will… dann tut er das ganz einfach. Da braucht man dann überhaupt nichts dazu tun. Es geschieht von Selbst. Die Arbeit macht der eigene Verstand. Der Guru sitzt dabei und tut gar nichts. Er schaut nur zu. Erlaubt. Sagt mal “ja”, mal “nein”. Mal “vielleicht”. Mal “ja das ist so”.

Wenn sich der Geist verabschieden will… dann tut er das. Von Selbst. Der ganze Prozess ist hausgemacht. Ohne zutun. Ohne Koch kocht sich die Suppe selbst weich. Das Ego plant seinen eigenen Tod. Der Verstand suizidiert sich selbst. Und der Guru schaut nur zu und nickt.

Bestenfalls wird der Guru noch “als letzte Projektionsfläche” benutzt. Und das Beste, was er tun kann, ist gar nichts zu tun, und einfach mithelfen “es geschehen zu lassen”. Indem man eben “es” geschehen lässt, wie immer es sich entfaltet. Der Apfel fällt von selbst vom Baum. Selbst schütteln ist nicht mehr nötig.

Was aber sagt man jenen unreifen Äpfeln, die davon träumen, auch “endlich” auf den Boden fallen zu dürfen?
Nichts. Man bestärkt sie in ihrem so sein. In ihrem Apfel-sein. Ein Apfel der zur vollen Reife wachsen möchte. Der Sonnenlicht möchte. Der nach oben möchte. Weder reißt man sie vom Baum, noch erzählt man ihnen viel vom Fallen. Man bestärkt sie im Wachsen, denn das ist – noch – ihre Natur.

Fällt der Apfel vom Baum ist es Gnade. Aber nicht die Gnade des Gurus. Und noch nichtmal die Gnade Gottes. Es ist die Gnade eines überreifen Verstandes, der selbst sein Ende herbeisehnt. Und aufgibt. Bereit ist zu sterben. Spirituelle Sterbebegleitung im besten Sinn. Aber nichtmal wirkliche Sterbehilfe. Präsente Begleitung, die einen kleinen Rest von Sicherheit vermittelt. “Du darfst”. “Du darfst fallen”.

Es ist letztlich ein zur Verfügung stellen für die allerletzte Projektion. Ein liebender Dienst. Den man nichtmal planen kann. Denn letztlich hat man, als Guru, damit nicht wirklich viel zu tun. Man wird einfach nur perfekt benutzt. Ohne dass man das “wollen” kann. Und da ist nichtmal große Dankbarkeit. Es geschieht einfach. Genauso, wie der Wind geschieht, das Wasser geschieht, das Leben geschieht. Hunger geschieht. Und Durst geschieht. Atmen geschieht. Und letztlich ist es ja nur ein Eintauchen in den “gewöhnlichen Zustand”. Eine Rückführung in die Gewöhnlichkeit. Ein Entspannen ins “So-Sein”.

Wieso so selten? Weil die meisten Äpfel zuerst gegen den Himmel wachsen müssen, bevor sie fallen dürfen.

Image by Susanne Jutzeler, suju-foto from Pixabay

Zurück in Wien & Mystica-TV

Ein bisschen lang hab ich nun gebraucht seit meinem letzten Blogbeitrag vom – huch – Januar 2019. Und bevor dieses Jahr gar nichts mehr von mir kommt, dachte ich “jetzt schreib doch wieder mal”. Und wenn mir schon nichts “filosofisches” einfällt (obwohl ich einige, wirklich einige, nein sogar viele Themen notiert habe, über die ich mal schreiben wollte; naja, kommt ja vielleicht noch), dann wenigstens “Neuigkeiten”.

Und was könnte eine tollere Neuigkeit sein, als die Veröffentlichung meines Mystica-TV-Interviews hier bekanntzugeben?

Edgar auf Mystica-TV – “es ist schon alles erleuchtet”

“Ansonsten” – ja, wir sind jetzt seit April wieder zurück in Wien und haben uns nach mehr als 8 Jahren Ausland wieder in Wien angesiedelt. Niedergelassen. Am verwurzeln sind. Hat überraschenderweise total gepasst, sowohl familiär, als auch sonst, und dazu kam eine fast unendliche “Reisemüdigkeit”. Naja, eineinhalb Jahre Asien sind nicht ohne. Und davor 7 Jahre Kanaren. Jetzt halt wieder Wien.

Was mich dann ja auch ins relativ nahe München führte, um dort obiges Interview abzuliefern… 😉

Einzelsitzungen in Wien

Und deshalb, wer schon immer mal persönlich – und nicht nur per Skype oder gar mit langer Reise nach La Gomera – mit mir plaudern wollte, kann das nun auch hier vor Ort in Wien tun, wo ich mich einmal pro Woche, immer Mittwochs, in einer kleinen feinen Praxis eingemietet habe.

Jou, und dann “schau ma mal”, was sonst noch so hier passieren wird in Wien. Natürlich stehe ich aber auch nach wie vor bzw “wieder” per Skype für Online-Sitzungen zur Verfügung.

Stammtisch in Wien

Ebenfalls in Planung: Ein (wöchentlich bis monatlicher, dont know yet) Nondualitäts-Stammtisch in Wien. Die Lokalität ist noch nicht entschieden, möchte aber was gemütliches, wo man einfach abends zusammen sitzt und plaudert, ißt und trinkt. Ohne Extra Kosten (soll heißen die Konsumentation bezahlt sich natürlich dann jeder selbst; aber ich verlang da dann kein Extra-Geld dafür und wird auch keine Spenden-Boxen oder so nen Firlefanz geben). Also “einfach so zusammen sein”. (Edit: Mittlerweile steht Location und Termine. Am Besten hier eintragen um informiert zu werden: owk.eu/stammtisch)

Mehr hab ich im Moment nicht zu sagen und bisher auch nichts zu klagen. Drum will ich es wagen und nicht verzagen um in Wien den Wagen der Nondualität zu tragen; damits dem Ego geht beitagen an den spirituellen Kragen. 🙂

Außergewöhnlich Werner (RIP)

1998 wars bei mir so weit. Dass der alte Edgar von mir ging, und ich übrig blieb. Es fühlte sich wie sterben an, wie abgeschaltet werden. Und das was übrig bleib, war immer schon da. Unverändert. Und fragte sich danach, wieso da überhaupt noch ein Körper war. Warum der nicht “mitgestorben” ist.

Nicht dass mir das Leben keine Freude machte, vorher, nachher. Machte es mir immer, bin eher der optimistische positive Typ. Aber es war einfach nicht notwendig zu bleiben. Es geschah halt. Ich sah es als “Draufgabe”. Als “Feierabend”. Als Zugabe, wie bei einem Konzert. Noch eine Runde drehen.

“Meister” brauchte ich dann keinen mehr. Das Leben selbst war mein Meister. Obwohl diverse solche in Person erschienen. Ich hatte viele Lehrer und Gurus (z.b. Dr. Vagish Shastri, der mich zum Nath-Yogi initierte). Dann war da Osho, dessen Disciple ich posthum wurde, doch zwei Tage nach meiner Sannyasnahme starb der Sannyasin in mir, siehe oben. Ich blieb Osho danach noch fast ein Jahr lang treu, aber irgendwann war er assimiliert.

Danach erschienen viele Menschen und Lehrer aus der Osho- und später vor allem aus der Satsang-Szene. Nondualisten. Hauptsächlich Papaji-Schüler. Von allen konnte ich was annehmen. Alle schärften mich auf eine gewisse Weise. Der allererste war Satoji Babasanji, aka Charles Coutarel, direkt nach meinem “Erwachen”. Er ist mir noch immer ein Freund.

Aber außer vielleicht ihm hab ich praktisch niemanden richtig und voll “akzeptiert”. Bei fast jedem fiel mir das ein oder andere auf. Nicht, dass etwas fehlte. Aber es war halt meist ein gewisser Aspekt nur, der da gelehrt wurde. Aspekte die ich von der “einen großen Erfahrung” kannte, die mich und vor allem meinen Verstand in ihrer widersprüchlichen Gesamtheit “erschlugen”. Die man letztlich dann nur einzeln “fassen” kann.

Und die ich mit Hilfe dieser Freunde danach eben auch schön einzeln für mich rausschälen, verstehen, integrieren konnte. Pur. Inhaltierte. Und dann ging ich weiter. Weil mir meist andere Aspekte in jenen Lehrern fehlten.

Ich ging da also gewissermassen auf ne Art “Wanderlehre”. Als spiritueller Wandergeselle.

Wirkliches Bedürfnis nach Begegnung und Austausch hätt ich damals, Anfang der 2000er-Jahre, aber eigentlich nur bei zwei Alt-Meistern noch gehabt: Bei Ramesh Balsekar und U.G.Krishnamurti. Das waren die einzigen, wo ich wirklich noch Ehrfurcht empfand und tiefsten Respekt. Auch da ich wußte, “je älter der Wein, desto reifer”, desto kompromisloser sind sie, haben tatsächlich auch auf relativer Ebene “nichts mehr zu verlieren”.

Diese beiden, denen hätte ich mich noch unterworfen. Oder zumindest aufgeblickt. Und sie angenommen als Richtungsgeber.

Alleine: Ich habe sie verpasst. Ich war zu faul. Ich bekam meinen Hintern nicht hoch. Verbrachte meine Jahre hauptsächlich im Winter auf La Gomera, und im Sommer in einem Häuschen am Wald in den österreichischen Voralpen. Schreibend. Musizierend. Auch schon satsingend. Sanghas gründend. Und Sanghas auflösend. Zumindest virtuelle, im Internet. Da war ich Vorreiter damals, ab 2002.

Aber mich aufmachen zu diesen beiden großen alten Meistern konnte ich mich nicht. Konnte mich nicht aufraffen. Zu träge. Zu wenig “suchend”. Zu wenig “brauchend”. Es war einfach nicht dringlich genug. Der Sucher war gestorben. Das brauchen beendet.

“Gefunden” hatte ich ja schon. Wollte nur noch bissl “Feinschliff”. Ich bin da nämlich Perfektionist. Habe hohe Qualitätsansprüche an mich selbst. Denen ich vorher nie genüge. Auch wenn ich “nachher” manchmal richtig verzückt von mir bin, wenn ich mich lese oder höre. Aber da weiss ich, das bin nicht “ich”. Das kommt nur “durch mich hindurch”.

Also…. “wer zu spät kommt den bestraft das Leben”: Und so starb U.G. Krishnamurti im März 2007, mit grade mal 89 Jahren. Und Ramesh Balsekar im September 2009 als Jungspund im Alter von 92. Bei beiden dachte ich mir ich hätte ja noch Zeit. 89 und 92. Also manchmal spinnt der Edgar und ist ein bisschen unrealistisch.

Tja, Pech gehabt.

Leute….. wenn es Euch zu jemanden hinzieht, dann geht. Es könnte sonst zu spät sein. Könnte man jetzt denken. Und sagen. Und warnen. Aber das Leben schickt immer den Richtigen. Zum richtigen Zeitpunkt. In richtiger Form. Schickt oft sogar mehr, als was man erfragte und erhoffte, mehr als man ahnen konnte:

Denn:

“…und dann kam Werner”

2015 wars. Ich hatte von Werner Ablass schon einige Außergewöhnlich Werner (RIP) weiterlesen

Üppigkeit: Überfließende Leerheit

Das Leben neigt zur Üppigkeit. Das ist seine Natur.
Sich ausbreiten, überall hin.
Da wird nicht gekleckert, da wird geklotzt.
Und jeder Raum gleich zweifach, dreifach, vierfach in Anspruch genommen. Von jeder Pflanze. Von jedem Tier.
Nicht nur nebeneinander, auch übereinander.
Ineinander verschlungen, verwebt.
Die Kraft, das Gesunde besteht,
das Alte und Kranke vergeht und verweht.

“Brutal die Natur sie ist” (Yoda?)

Die Natur des Lebens ist es, sich auszudehnen.
Die Natur des Lebens. Die Natur des Universums. Die Natur des Seins. Die Natur von Energie. Die Natur von Bewusstsein.
Die Natur von Natur.
Das inhärente sich selbst wiederholende Muster.
Das eigentlichste Fraktal.

Fülle und Überfluss.
Kein wirklicher Mangel an Raum.
Unendlichkeit.


Kampf um Raum

Dennoch…. in begrenzten Systemen findet ein Verdrängungswettbewerb statt, in und um diesen Raum. Zwischen Pflanzen. Zwischen Tieren. Zwischen Tier und Mensch. Und auch zwischen Menschen.

Auch dieser (scheinbare) “Kampf” ist inhärent. Ist ein natürliches Muster, ein göttliches Programm, ein Fraktal. Er tendiert zur Ausgeglichenheit. Zur Harmonie. Was wie ein Widerspruch scheint, aber keiner ist.

Alles was “zu viel” ist, wird zurechtgestutzt. Manchmal brutal.
Manchmal durch Krieg.

Alles was “zu wenig” ist, bekommt auf natürliche Weise Raum.
Füllt den Raum. Von selbst.

Bauern müssen um ihren Raum “kämpfen”. Selbst hier in Bali. Gegen Schlangen, gegen Ratten. Gegen “Unkraut”. Früh am Morgen verjagen sie die Vögel durch lautes klatschen. Oder stellen Vogelscheuchen auf. Oder montieren laute Windräder.

Getreidebauern kämpfen um und behaupten ihren Platz, letztlich durch Gewalt. Viehbauern wiederum schützen ihr Vieh gegen Raubtiere ebenfalls durch Abgrenzung (Zäune) und Gewalt.

So lebt die Menschheit seit 10.000 Jahren. Seit der “Vertreibung aus dem Paradies”. Seit der “neolithischen Revolution” der Sesshaftigkeit und Landwirtschaft.

Und dieser Kampf sitzt uns noch immer in den Genen. Letztlich von Anbeginn. In engen Systemen mit wenig Raum und viel Lärm wird der Mensch neurotisch. Letztlich sind wir schon viel zu viele geworden. Haben fast jeden Raum dieses Planeten eingenommen. Sind teils die Pest für den Rest der Natur, den Rest des Lebens.

Wie waren wir zuvor? Besser? Oder einfach nur weniger ??

Waren wir integrierter? Harmonischer? Ausgeglichener?

Davor haben wir gejagd und getötet. Es war letztlich das selbe inhärente natürliche Muster. Wir haben es nur anders gelebt. Und ja, wir hatten nur unseren “gerechten” “Anteil” am Ganzen. Und waren noch nicht die alles beherrschende Macht auf diesem Planeten.

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Von wegen Instinkt

Neuigkeiten beim Kampf um den Futtertrog:

Jetzt hatte ich ja vor paar Tagen ein “Futtertrog-Thema”, schon kommt das Nächste, hat diesmal mit “Evolution im Tierreich” zu tun:

^ Videolänge: 53 Sekunden (sehenswert!)

“Tiere handeln nur aus Instinkt” hab ich damals in der Schule gelernt.

Oag, die Waschbären in Toronto haben “den Instinkt” moderne Mülltonnen nicht nur umzukippen, sondern auch noch den komplizierten Öffnungsmechanismus aufzukriegen. Haben sie offenbar von ihren Vorfahren vererbt bekommen, vor 100 Millionen Jahren oder wie oder was?

Der Mensch spinnt ganz schön, sich für die “Krone der Schöpfung” zu halten. Würde die Menschheit bei nem außerirdischen Psychiater auf der Couch liegen, würde der wohl den Kopf schütteln und sagen “hoffnungsloser Fall”. Und sie dann in nem fernen Sonnensystem ansiedeln, als Forschungsprojekt. Ganz am Rande einer kleinen Galaxie. Ups…. simma ja schon. 😛

PS: Nur der Vollständigkeit halber: Auch der Waschbär handelt nicht selbst. Der bzw das, welches ihn handeln lässt, und uns handeln lässt, ist aber nicht verschieden. Dieselbe Quelle, das selbe Selbst. Bewusstsein.

Alles ein gemeinsames Theater. Alles göttlich. Nie was geschehen – und doch evolviert die ganze Schöpfung permanent. Einfach so. Weil sie es kann. Gleichzeitig ists nicht viel mehr als eine große Simulation “wie es denn wäre, würden wir existieren”.

@gar


^ Nicht wundern, dieser kurze Blogbeitrag ist eine Kopie meines heutigen Facebookpostings. Ursprünglich inspiriert von: Waschbären überlisten Torontos Mülltonnen (ORF)

Der Kampf um den Futtertrog

Könnte sein, dass ich mich mit diesem Blogpost unbeliebt mache in der Szene. Und möcht gleich vorweg festhalten, da ist nix “bös gemeint”. Aber, mit doch gewissem Abstand den ich derzeit habe, schaut sich da manches in der spirituellen Szene eben genau so an: Wie ein Kampf um den Futtertrog…

Ich meine jetzt nicht die Sucher….. die sich um einen spirituellen Futtertrog versammeln, bei einem Meister, der sie mit Weisheiten “füttert”. Nein, ich meine die Lehrer selbst…. mit all ihren Angeboten. Marktschreiereien. Webinaren. Kongressen. Ich nehm mich da selber gar nicht aus. Ich blick da gern auch reflektierend zurück.

Es wirkt so immens “needy”. Also “brauchend”. Als ob sie verhungern würden vor der vollen Schüssel. Einerseits voller Fülle und doch gleichzeitig an etwas “mangelnd”. Meist wohl an Geld.

Lemminge

Zum Beispiel dieses ganze Coaching-Business fördert letztlich das Gegenteil von “authentischem Sein”. Verkauft wird “willst du so erfolgreich sein wie ich? Dann zeig ich dir Schritt für Schritt….” (…. “wie du ne Blaupause von mir werden kannst”).

Legende sind die Schüler von Gurus, die ne Glatze haben, weil der Guru eine hat. Oder denselben langen Bart. Manchmal sogar dieselbe Stimmlage. Die selben Wörter. Die selbe Mimik. Denselben Blick. Imitation.

Das endet zwar beim Spirituellen, aber anfangen tut das viel früher. Meist bei “wie werde ich erfolgreich”, oder, kürzer, “wie werde ich reich”, oder “wie finde ich meine Berufung, mein “Onlinebusiness”, meine Beziehung, am Ende dann “meine Erleuchtung und mein Erwachen”.

Und alle alle spielen sie mit. Mit dem Spiel “Fülle verkaufen”. Zumindest steht das dann meist auf der Packung. Verkauft wird aber letztlich Mangel. Genau in den Mangel wird beim Verkaufsgespräch, sorry, beim “Coaching”, dann der Finger reingelegt. Und dann…. “motiviert”. “Lass mich dir helfen mir auch noch den letzten Rest deiner Ersparnisse zu geben”. (lol)

Warum geschieht das? Die bittere Wahrheit: Diese Lehrer empfinden selbst Mangel. Vielleicht sitzen sie am vollen Futtertrog, vielleicht am leeren, aber “genug” hatten sie bisher noch nicht. Vielleicht ist es Konditionierung, vielleicht aber auch wirklich echter Mangel. Dennoch wird er als Fülle verkauft. “Sieh her wie guts mir geht” …. “willst du auch so sein? Dann folge mir nach und mach mich nach, ich zeig dir Schritt für Schritt wie man so wird wie ich es bin”. (Und meist sind sie selbst nur ne Blaupause….).

Vielleicht merkt mans: Mit Abstand betrachtet widert mich das an. Und gleichzeitig empfinde ich Mitgefühl. Denn sie sind Der Kampf um den Futtertrog weiterlesen

Bali hat uns! (bleiben länger)

Jou…. so ändern sich Pläne: Bali hat uns….. und hält uns. Speziell Ubud.

Noch im April, als wir im Süden von Bali ankamen, dachte ich mir “schon großes Risiko, da jetzt für ein halbes Jahr zu planen”, weil letztlich reisetechnisch kein Plan B für Sommer 2018 vorhanden war.

Im Süden, Gegend Canggu, gefiel es uns nämlich nicht so sehr. Weder die Strände, noch der viele Verkehr. Der Tourismus. Und auch nicht die möchtegern “hippen” ach so digitalen Nomaden (or wanna-be’s).

Nicht unsere Szene, nicht unsere Generation. Viel zu hip(ster). Bin ich nicht. War ich nie. Ich bin lieber Original “Edgar”. 🙂

Also blieb nur Ubud, der Ort im Zentrum  der Insel. Ein alter spiritueller Ort von Heilern. Und Tempeln. Ach ja, und “Eat, Pray, Love” mit Julia Roberts wurde hier gedreht. Bzw paar Jahre vorher hier das gleichnamige Buch geschrieben, welches u.a. hier in diesem Ort handelt.

Und was soll ich sagen…. ist der Hammer. Wir wohnen außerhalb in den Reisfeldern, viel Ruhe, Natur, grün. Pool. Genießen die Zeit….. und haben uns auch innerlich in dem was wir machen und wollen seither weiter verändert. Bali hat uns! (bleiben länger) weiterlesen

Ab jetzt mit Kommentaren

THIS BLOG GOES SOCIAL NOW ❤

Habe lange gezögert, aber …

… “ohne weiteren Kommentar” war gestern….. – immerhin ist “OWK” ja letztlich schon im Jahr 2000 wieder dahingeschieden, nachdem er sein erstes Buch “Erleuchtung” geschrieben hatte. Das war offenbar sein Lebenszweck …. 🙂

Na okay, das klingt dramatisch, geb ich zu. Aber immerhin “plapper” ich, “Edgar”, seit 2002 intensiv online, früher in meinen Online-Foren, bis 2013, und seit 2008 vorwiegend  im Geschichtsbuch, ähm, Gesichtsbuch. Also Facebook.

Das geschriebene Wort halt. Und seit 2015 auch wieder hier in meinem Blog.

Jo. Und wenn ich schon auf Facebook immer wieder mal wo kommentiere, oder auch selber was schreibe….. was spricht dann eigentlich  dagegen, nach all den Jahren, auch hier das Facebook-Kommentieren und -Diskuttieren zu erlauben und somit zu eröffnen?

Nix …. 😉

Zumal ich ohnehin schon seit es diesen Blog gibt jeden Beitrag dort geteilt habe, und dann dort auf Facebook auch entsprechend drüber diskuttiert wurde bzw Feedback kam. Das war also ohnehin schon immer so, nur hat man das bisher HIER IM BLOG nicht lesen können, all diese Kommentare. Und das finde ich SCHADE!

Damit ist nun Schluss: Ab sofort hab ich – auch für alle ALTEN Blogpostings – das Facebook-Kommentar-Modul hier freigeschaltet. Findest du ganz unten am Ende eines jeden Blog-Postings.

Ab jetzt mit Kommentaren weiterlesen